Insider: Investor Elliott steigt bei Deutscher Telekom ein

Reuters · Uhr

Mexiko-Stadt/Bangalore/Frankfurt, 02. ⁠Sep (Reuters) - Der aktivistische Investor Elliott will bei der Diskussion um eine mögliche Fusion der Deutschen Telekom mit ihrer US-Tochter T-Mobile offenbar ein Wörtchen mitreden. Der Vermögensverwalter sei bei dem Bonner Konzern ‌eingestiegen, sagte ein Insider am Donnerstag. Die Höhe der Beteiligung blieb zunächst unklar. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuerst über ⁠die Transaktion ⁠berichtet und darauf hingewiesen, dass Elliott gegen einen Zusammenschluss der beiden Unternehmen sei. Telekom und T-Mobile wollten sich dazu nicht äußern. Elliott war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Fusionsspekulationen kursieren seit Monaten. Dadurch entstünde mit einem zusammengerechneten ‌Börsenwert von aktuell etwa 313 Milliarden ‌Euro der weltgrößte Telekommunikationskonzern. Bei Analysten und Anlegern stießen die Pläne jedoch von Beginn an auf Skepsis. Sie bezweifeln, dass der Unternehmenswert ⁠durch einen Zusammenschluss wie erhofft gesteigert werden kann. US-Investoren seien ‌nicht daran interessiert, sich durch ⁠die Fusion ein europäisches Unternehmen mit vergleichsweise schwachem Wachstum ins Portfolio zu holen.

T-Mobile-Aktien haben daher seit April rund vier Prozent an Wert eingebüßt. Hinweise auf wachsenden Widerstand ‌gegen die Fusionspläne gaben den ⁠Telekom-Titeln in den vergangenen Monaten ⁠wiederholt Auftrieb. So berichtete das Nachrichtenportal Semafor im Juli, dass die Führung von T-Mobile eine Verschmelzung nicht mehr befürworte. Die Meldung über den Elliott-Einstieg verhalf den Telekom-Papieren am Donnerstag zu einem vorbörslichen Kursplus von zeitweise 2,6 Prozent. Damit waren sie die Spitzenreiter im deutschen Leitindex Dax.

(Bericht von Hakan Ersen, Carlos Méndez, Anousha Sakoui, Harshita Mary Varghese, redigiert ⁠von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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