Dax Tagesrückblick 03.09.2026

Dax übersteigt 26.000 Punkte - Gold steigt fast drei Prozent

onvista · Uhr
Das Logo des Dax.
Quelle: Adobe.com/FilipB

Eine drei Tage währende Verluststrecke am deutschen Aktienmarkt hat am Donnerstag zunächst ein Ende gefunden. Ermutigende Aussagen des Fed-Gouverneurs Christopher Waller zu Inflation und Zinsen gaben den Aktienbörsen am Nachmittag Auftrieb und bremsten zugleich den zuletzt starken Anstieg der Zinsen an den Anleihemärkten. Einer stärkeren Erholung der Aktienkurse stand jedoch der Ölpreis im Weg, der auf das höchste Niveau seit Anfang Juni kletterte.

Der Dax schloss nach drei schwachen Börsentagen mit 0,63 Prozent im Plus bei 26.003 Zählern. Am Freitag hatte der Dax bei 26.618 Punkten eine Höchstmarke erklommen. In den vergangenen drei Tagen ging es für den deutschen Leitindex hingegen um mehr als 700 Punkte oder fast drei Prozent abwärts. Der MDax der mittelgroßen Titel erholte sich am Donnerstag um 0,93 Prozent auf 32.257 Punkte.

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Ein Podest mit dem Emblem der Federal Reserve

Fed-Gouverneur Waller deutete an, dass er sich auf der nächsten Sitzung der Federal Reserve am 16. September für eine Beibehaltung des aktuellen Leitzinsniveaus aussprechen würde, sollten sich bis dahin die Inflationsdaten in die richtige Richtung entwickeln. Daraufhin gingen am US-Geldmarkt die Erwartungen an eine Zinserhöhung leicht zurück.

Aktivistischer Investor steigt bei Telekom ein - Kurs steigt

Im Dax zählte die Deutsche Telekom mit einem Kursplus von rund einem Prozent zu den größten Gewinnern. Der aktivistische Investor Elliott habe einen beträchtlichen Anteil aufgebaut und angedeutet, dass die Bonner ihre Pläne für eine Fusion mit der US-Mobilfunktochter T-Mobile US fallen lassen sollten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Vorabend unter Berufung auf Kreise.

Stattdessen sollten andere Maßnahmen ergriffen werden, um den Wert des Unternehmens für die Aktionäre zu steigern - etwa über eine deutliche Ausweitung der Aktienrückkäufe. Alle Beteiligten hätten die Angelegenheit nicht kommentieren wollen. Die Aktie von T-Mobile US notierte dagegen in New York fast unverändert.

Die Aktien der Softwareunternehmen SAP und Teamviewer waren mit Kursgewinnen von jeweils 2,3 Prozent ebenfalls gefragt. Sie profitierten von einem euphorisch aufgenommenen Umsatzausblick des US-Cloud-Softwareanbieters Snowflake.

Gold springt an und übersteigt 4.500-Dollar-Marke

Der Euro stieg dank der relativen Schwäche des Dollars. Die Gemeinschaftswährung wurde bei 1,1623 US-Dollar gehandelt. Am Morgen lag der Kurs noch knapp unter 1,16 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1615 (Mittwoch: 1,1578) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8609 (0,8637) Euro.

Der Euro profitierte von einer Dollar-Schwäche. Die US-Währung stand zu allen anderen wichtigen Währungen unter Druck. Besonders deutlich profitierte der japanische Yen, der den Höhenflug vom Vortag fortsetze. Dies sorge weiter für Spekulation auf eine erneute Intervention am Devisenmarkt. Zudem wird erwartet, dass die japanische Notenbank am 18. September den Leitzins anheben wird.

Auch bei Gold kam es zu einem deutlichen Anstieg von fast drei Prozent. Bis zum Handelsschluss in Frankfurt verteuerte sich der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) um 2,7 Prozent auf 4.507 Dollar. Das Edelmetall profitierte wie die Börsen auch von den zuversichtlichen Kommentaren von Fed-Mitglied Waller.

Zinsanhebungen wären eine Belastung für das zinslose Edelmetall. Die vorangegangenen Verluste bei Gold rührten praktisch ausschließlich von der Aussicht auf steigende Leitzinsen und den anziehenden Renditen am Bondmarkt.

(mit Material von dpa-AFX)

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