Deutsche Telekom: Elliott setzt den Hebel bei T-Mobile an
Deutsche Telekom gewinnt nach dem Einstieg von Elliott 1,5 Prozent. Der aktivistische Investor zielt auf den T-Mobile-Wert und mögliche Aktienrückkäufe statt komplexer Holdingpläne.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Elliott Investment Management steigt bei der Deutschen Telekom ein. Die genaue Größe der Beteiligung bleibt offen, doch der Einstieg gilt als relevantes Signal. Elliott stellt die geplante Verschmelzung von Deutscher Telekom und T-Mobile infrage.
Eine gemeinsame Holding für Deutsche Telekom und T-Mobile könnte langfristig Synergien bringen. Der Vorgang wäre jedoch politisch und regulatorisch komplex. Gleichzeitig bietet die Deutsche Telekom andere Wege, Kapital an Aktionäre zurückzugeben. Aktienrückkäufe stehen dabei im Mittelpunkt.
Die Bewertung der T-Mobile-Beteiligung bleibt der Kernpunkt. Die Deutsche Telekom kommt auf rund 140 Milliarden Euro Börsenwert, T-Mobile auf etwa 200 Milliarden Dollar. T-Mobile ist der wichtigste Werttreiber im Konzern. Damit wirkt die Beteiligung im Kurs der Deutschen Telekom weiterhin zu niedrig bewertet.
Charttechnik
Die Aktie legt am Tag des Elliott-Signals rund 1,5 Prozent zu. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate steht trotzdem noch ein Rückgang von rund neun bis zehn Prozent. T-Mobile liegt im selben Zeitraum sogar fast 30 Prozent im Minus.
Einschaetzung
Das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 11,8 und damit unter dem Schnitt der vergangenen Monate von rund 13. Daraus ergibt sich weiteres Potenzial. Ein Bereich von 33 bis 34 Euro bleibt als realistisches Ziel im Blick.




