Snowflake: Warum 400 Dollar erst der Anfang sein können
Snowflake steigt um rund 23 Prozent und bricht über alte Zwischenhochs aus. Umsatz, Gewinn, RPOs und neue Kursziele stützen die Bewegung trotz hoher Bewertung.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Snowflake ist der große Gewinner des Tages. Die Aktie steigt um rund 23 Prozent und springt deutlich über die letzten Zwischenhochs. Fundamental liefert das Unternehmen die passende Begründung.
Der Gewinn je Aktie liegt bei rund 60 Cent nach erwarteten 45 Cent. Das entspricht einem Plus von 77 Prozent und liegt fast 40 Prozent über dem Konsens. Der Umsatz erreicht 1,55 Milliarden Dollar. Erwartet waren 1,48 Milliarden Dollar.
Die Großkundenbasis wächst weiter. Snowflake zählt inzwischen 828 Kunden mit mehr als einer Million Dollar Produktumsatz. Das entspricht einem Wachstum von 27 Prozent. Von den Forbes-2000-Unternehmen sind 830 Kunden.
Die Remaining Performance Obligations steigen um fast ein Drittel auf rund neun Milliarden Dollar. Bei einem Quartalsumsatz von 1,55 Milliarden Dollar schafft das viel Sichtbarkeit für die nächsten Quartale. Die Produktumsatz-Guidance steigt ebenfalls deutlich. Für 2027 erwartet Snowflake mehr als sechs Milliarden Dollar Produktumsatz und rund 36 Prozent Wachstum. Die erwartete Produkt-Bruttomarge liegt bei 74 Prozent.
Charttechnik
Der Ausbruch über 350 Dollar dürfte klar gelingen. Alte Hochs aus dem Jahr 2022 rücken wieder in den Blick. Damals war die fundamentale Lage schwächer als heute.
Einschätzung
Die Bewertung bleibt hoch. Das Kurs/Gewinn-Verhaeltnis liegt bei rund 132, das PEG-Ratio bei etwa 4,2. Die Analysten reagieren dennoch klar positiv: Jefferies sieht 430 Dollar, JPMorgan 426 Dollar, Citi 490 Dollar, Deutsche Bank 400 Dollar und Bank of America 470 Dollar.




