Dax kommt vor US-Jobdaten kaum vom Fleck - VW-Aktien heben ab

Reuters · Uhr

Frankfurt, 04. ⁠Sep (Reuters) - Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten ist der Dax am Freitag kaum verändert in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex schwankte um seinen Schlusskurs von 26.003 Zählern. Anleger erhofften sich von den ‌Jobzahlen am Nachmittag Hinweise auf die weitere Geldpolitik der US-Notenbank. "Die zentrale Frage zum Wochenausklang lautet: Ebnet der US-Arbeitsmarkt heute den Weg ⁠für die ⁠erhoffte goldene Zinspause oder sorgt ein unerwartet robuster Stellenaufbau für den nächsten herben Rendite-Schock", erläuterte Frank Sohlleder von ActivTrades.

Für August erwarten Ökonomen einen Stellenaufbau in den USA von 56.000, nachdem im Juli überraschend unter dem Strich 23.000 Jobs weggefallen waren. Die ‌Arbeitslosenquote dürfte laut der Expertenschätzung bei ‌4,1 Prozent verharren. Eine Stabilisierung des Jobmarkts könnte die Erwartung der Finanzmärkte bestärken, dass bei der Zentralbanksitzung Mitte des Monats im Kampf gegen ⁠die Inflation eine Zinserhöhung ins Haus steht. Die Spekulationen auf steigende ‌Zinsen hatten die Anleihemärkte zuletzt ⁠unter Druck gesetzt. Die Renditen vieler Staatsbonds hatten stark angezogen.

Auf der Unternehmensseite stand Volkswagen im Fokus. Nach wochenlangem Ringen hat sich der Aufsichtsrat einstimmig für ein Sanierungskonzept ausgesprochen, ‌mit dem der Vorstand die ⁠Rendite bis 2030 auf neun Prozent ⁠erhöhen will. Dabei fallen rund 50.000 Arbeitsplätze weg, die Zahl der Modelle wird zusammengestrichen und das Beteiligungsportfolio verschlankt. Die Aktien standen mit einem Plus von bis zu 9,7 Prozent an der Dax-Spitze.

Einer der schwächsten Dax-Werte war dagegen Daimler Truck, mit einem Abschlag von 1,5 Prozent. Die Analysten von Morgan Stanley stuften die Aktien auf "Equal Weight" von "Overweight" herab.

(Bericht von: Daniela ⁠Pegna, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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