Apple: Das faltbare iPhone löst mein Problem nicht
Apple steht vor einem wichtigen Produkt-Event. Erwartet werden das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und Hinweise auf ein faltbares iPhone. Die Aktie bleibt trotz sauberem Aufwärtstrend teuer.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Apple geht mit hohen Erwartungen in das nächste Produkt-Event. Morgan Stanley sieht darin potenziell den wichtigsten Launch der vergangenen zehn Jahre. Der Markt achtet vor allem auf das neue iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und ein mögliches faltbares iPhone.
Das faltbare Modell könnte als iPhone Ultra vermarktet werden. Erwartet wird eine Preisspanne zwischen 2.400 und 3.200 Dollar, abhängig vom Speicher. Damit läge Apple klar am oberen Ende des Marktes.
Trotzdem bleibt offen, ob ein faltbares iPhone ein echter Wachstumstreiber wird. Andere Anbieter haben bereits faltbare Geräte vorgestellt, ohne damit ihre Unternehmen grundlegend neu zu bewerten. Entscheidend wird deshalb auch, wie Apple die KI-Funktionen in den iPhones weiterentwickelt.
Genau dort liegt die Hoffnung auf einen größeren Ersatzzyklus. Wenn KI-Funktionen neue Geräte wirklich attraktiver machen, kann das die Nachfrage stützen. Ohne stärkeren Wachstumsimpuls bleibt die Bewertung aber das zentrale Problem.
Charttechnik
Die Aktie hat seit dem Tief bei rund 175 Dollar im April 2025 stark zugelegt und notiert inzwischen im Bereich um 319 bis 320 Dollar. Der Trendverlauf bleibt sauber.
Zuletzt lief Apple an das untere Ende der Trendstruktur und drehte im Bereich um 300 Dollar wieder nach oben. Technisch sieht die Aktie damit besser aus als fundamental.
Martins Einschätzung
Apple ist zu teuer. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis von 34,7 liegt deutlich über den Bewertungen von TSMC, Nvidia oder Broadcom.
Auch das Kurs/Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 3,3 passt nicht zur hohen Bewertung. Das Wachstum reicht nicht aus, um diesen Aufschlag zu rechtfertigen. Das Produkt-Event kann kurzfristig Fantasie bringen, löst aber den Bewertungsfaktor nicht.




