Börse am Morgen 07.09.2026

Dax unter 26.000 Punkten - Nordex legt zweistellig zu

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Das Logo des Dax.
Quelle: Adobe.com/FilipB

Der Dax hat sich nach der jüngsten Stabilisierung am Montag mit der Richtungssuche schwergetan. Klaren Kursgewinnen der technologielastigen Börsen in Japan und insbesondere Südkorea standen die weiter hohen Ölpreise gegenüber. Zudem fallen wegen eines Feiertags die US-Börsen als wichtiger Impulsgeber im weiteren Tagesverlauf aus.

Im frühen Handel verlor der deutsche Leitindex 0,3 Prozent auf 25.958 Punkte. Am Freitag war er bis auf 26.167 Punkte gestiegen, hatte dann jedoch vor der 21-Tage-Linie abgedreht, die als kurzfristiger Trendindikator gilt. Das anderthalb Wochen alte Rekordhoch bei 26.618 Punkten bleibt erst einmal außer Reichweite.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel am Montagmorgen um 0,2 Prozent auf 32.287 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent nach unten.

Kaufempfehlung treibt Nordex-Aktie kräftig an

Die Kaufempfehlung der Bank of America (BofA) hat den Aktien von Nordex am Montagmorgen immensen Auftrieb gegeben. Die Papiere des Herstellers von Windkraftanlagen sprangen um fast elf Prozent auf 49 Euro und schafften es damit zurück über ihre 200-Tage-Linien bis an die 50-Tage-Linie heran.

BofA-Analyst Alexander Jones sieht viel Luft für die Gewinnerwartungen. Nordex könnte zudem die eigenen mittelfristigen Margenziele aufstocken. Das Deutschland-Geschäft sorge für viel Schwung, aber auch die jüngsten US-Aufträge und die stabile Lieferkette hebt Jones positiv hervor.

Sein Kursziel setzte der Experte auf 54 Euro an. Damit liegt er über dem Jahreshoch von 51,70 Euro vom April und hält also weitere Höchststände seit dem Jahr 2002 für möglich.

Ölpreise steigen weiter

Die Ölpreise haben am Montag nach weiteren gegenseitigen Angriffen im Krieg zwischen den USA und dem Iran weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde zuletzt bei 97,36 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent höher als vor dem Wochenende.

Ein von den USA angegriffener iranischer Öltanker ist nach Angaben des US-Militärs im Golf von Oman gesunken. Der Tanker war allerdings nicht mit Öl beladen. Das US-Militär hatte bereits am Samstag mitgeteilt, drei iranische Öltanker angegriffen zu haben. Dem US-Militär zufolge stellten die Angriffe eine Vergeltung für "mehrere" Attacken der Iraner auf amerikanische Kriegsschiffe in der Region dar. Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Revolutionsgarden ebenfalls von den Angriffen auf die US-Kriegsschiffe.

Unterdessen haben Staaten des Ölförderverbands Opec+ am Wochenende mitgeteilt, dass sie ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben. Eine Kerngruppe aus sieben Mitgliedern, darunter die Großproduzenten Saudi-Arabien und Russland, gab die Beibehaltung der aktuellen Quoten nach einer Online-Sitzung bekannt.

"In einem Aufwärtsszenario, in dem sich die Angriffe auf Schiffe ausweiten und intensivieren, sehen wir Brent potenziell bei 120 US-Dollar", sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei Goldman Sachs, in einem Interview mit Bloomberg TV. Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigten, dass das Risiko einer Ausweitung und Verschärfung der Störungen im Schiffsverkehr erheblich sei.

Bereits in der Vorwoche waren die Ölpreise kräftig gestiegen, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und Iran nach einer Phase relativer Ruhe wieder verschärft hatten.

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