Notfall abgewendet: AKW Saporischschja hat wieder Strom

dpa-AFX · Uhr

ENERHODAR (dpa-AFX) - Die dringend benötigte Stromzufuhr für das frontnahe ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach fast drei Wochen wieder hergestellt worden. Während einer begrenzten Feuerpause konnte eine beschädigte Leitung repariert werden, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mitteilte. Dies sei ein entscheidender Schritt zur Vermeidung eines Atomunfalls, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi.

Das von Russland besetzte Atomkraftwerk benötigt eine stabile Stromversorgung, um radioaktives Material zu kühlen. Die letzte verbleibende Stromleitung war am 20. August im Zuge von Kampfhandlungen beschädigt worden. Seitdem hatten Notstromgeneratoren für Energie gesorgt, doch der Diesel für diese Aggregate war in den vergangenen Tagen zur Neige gegangen. Ohne die Reparatur der Stromleitung hätte es zu einem Blackout in der Nuklearanlage kommen können, hieß es von der IAEA.

Das größte AKW Europas geriet bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs unter russische Kontrolle. Die sechs Reaktoren sind derzeit abgeschaltet und produzieren keine Elektrizität. Vor dem Konflikt verfügte das Kraftwerk noch über zehn externe Stromleitungen, um unter anderem die Kühlsysteme zu versorgen./al/DP/nas

Artikel teilen:
Plus-Analysen
Plus
Mehr als nur ASML, Nvidia und TSMC
Das sind die Quasi-Monopolisten der Chipindustrieheute, 12:00 Uhr · onvista
Plus
Wertvollster KI-Anbieter der Welt
Schon profitabel? Was wir zum IPO von Anthropic wissengestern, 16:42 Uhr · onvista
Plus
Börsenspiel "Trader 2026"
Ausflug ins Trading: Drei Dinge, die ich gelernt habe13. Okt. · onvista