Swiss Re: Naturkatastrophen-Schäden könnten 320 Mrd Dollar erreichen

Reuters · Uhr

Zürich, ⁠07. Sep (Reuters) - In einem Extremszenario könnten sich die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen nach Einschätzung der Swiss Re im laufenden Jahr weltweit auf rund 320 ‌Milliarden Dollar belaufen. Dies teilte der Schweizer Rückversicherer am Montag anlässlich des Branchentreffens "Rendez-Vous de Septembre" ⁠in ⁠Monte Carlo mit. "Der Bedarf nach Absicherung wächst, da sich die Risikolandschaft verändert und Risiken immer stärker miteinander vernetzt sind", sagte Urs Baertschi, Chef des Schaden- und Unfall-Rückversicherungsgeschäfts. Naturkatastrophen blieben ‌demnach ein wichtiger Treiber für ‌die Nachfrage. Die versicherten Schäden daraus nähmen jährlich um fünf bis sieben Prozent zu.

Zudem böten ⁠Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) neue ‌Geschäftsmöglichkeiten. Bis 2030 dürften ⁠die weltweiten Investitionen in Rechenzentren mehr als sechs Billionen Dollar betragen, was ein Prämienpotenzial von 91 Milliarden Dollar eröffne. Swiss ‌Re zufolge liegen ⁠etwa 40 Prozent der US-Rechenzentrumskapazitäten ⁠in Gebieten mit hohem Tornadorisiko. Als weiteres großes Risiko nannte der Rückversicherer die US-Haftpflichtsparten, deren Schäden sich 2025 auf 174 Milliarden Dollar beliefen und damit die Naturkatastrophenschäden von 120 Milliarden Dollar übertrafen.

(Bericht von Oliver Hirt, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen ⁠wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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