Trading-Chance S&P 500: Jetzt Portfolio absichern?
Heute betrachten wir den US-Aktienmarkt und wollen dabei auf drei zyklische Analyse-Muster zurückgreifen. Davon zeigen zwei ab Juni 2027 eine Korrektur an und einer zeichnet bereits seit einigen Wochen eine Prognose für mehrere Jahre abwärts. Bevor wir im heutigen Artikel die Zyklus-Prognosen betrachten wollen wir darauf eingehen, was es mit den Zyklen im Aktienmarkt auf sich hat.

Das musst Du über Zyklen an der Börse wissen
Märkte bewegen sich nicht in zufälligen Schlangenlinien, sondern folgen immer wieder kehrenden Wellen- und Zyklusmustern. Wer das Verständnis für finanzielle und wirtschaftliche Zyklen vertieft, gewinnt eine wichtige Perspektive auf die Psychologie und Mechanik des US-Aktienmarktes.
Warum sich Märkte in Zyklen bewegen: Fundamentale Ursachen
Zyklen an Börsen und in der Wirtschaft sind keine Magie oder Esoterik, sondern das Resultat fundamentaler, menschlicher und physikalischer Gesetzmäßigkeiten:
·Menschliche Psychologie (Gier & Angst): Märkte werden von Menschen gemacht (und von Algorithmen, die von Menschen programmiert wurden). Phasen des Optimismus führen zu Übertreibungen und Blasenbildung; darauf folgende Enttäuschungen schlagen in Panik und Untertreibung um. Dieser emotionale Pendelausschlag wiederholt sich seit Jahrhunderten.
·Der Kredit- und Zinszyklus: In Aufschwungsphasen ist Kredit billig, Unternehmen investieren und Konsumenten verschulden sich. Irgendwann überhitzt die Wirtschaft, die Inflation steigt und Zentralbanken erhöhen die Zinsen. Dadurch verteuert sich Geld, die Investitionen sinken, Unternehmensgewinne fallen und die Wirtschaft schrumpft – bis Zinssenkungen den nächsten Zyklus einleiten.
·Lagerhaltungs- und Investitionszyklen: Unternehmen bauen in guten Zeiten Kapazitäten auf und füllen Lager. Fällt die Nachfrage, verharren Produktion und Kapazitätsaufbau unter dem Trend, bis die alten Lagerbestände aufgebraucht sind.
3 Beispiele für Zyklen aus dem alltäglichen Leben
Dass sich Systeme periodisch erneuern und wiederholen, ist ein Grundmuster der Natur und der Gesellschaft:
1.Tag-Nacht-Zyklus & Biorhythmus: Der menschliche Körper arbeitet im zirkadianen Rhythmus. Auf Phasen der Aktivität und Höchstleistung (Tag) muss eine Regenerations- und Ruhephase (Nacht) folgen. Versucht man die Ruhephase dauerhaft zu überspringen, bricht das System zusammen.
2.Jahreszeiten & Landwirtschaft: Saat im Frühling, Wachstum im Sommer, Ernte im Herbst und Ruhe/Kälte im Winter. Ein Landwirt kann nicht das ganze Jahr über ernten; er muss den natürlichen Zeitplan respektieren und Vorräte für den Winter anlegen.
3.Der Mode- und Trendzyklus: Kleidungsstile und Kulturtrends (z. B. Retro-Looks der 80er oder 90er Jahre) tauchen im Abstand von 20–30 Jahren regelmäßig wieder auf. Generationen verwerfen alte Trends, bis eine neue Generation diese als "neu" und "ästhetisch" wiederentdeckt.
Bekannte Marktzyklen im US-Aktienmarkt
Analysten und Börsenhistoriker haben verschiedene Zeitfenster identifiziert, nach denen sich der S&P 500 und seine Vorgänger historisch orientiert haben.

Der 4-jährige US-Präsidentschaftswahlzyklus
Der US-Wahlzyklus ist einer der am stärksten dokumentierten Zyklen am US-Aktienmarkt. Er teilt die vierjährige Amtszeit eines US-Präsidenten in vier Phasen ein:
·Jahr 1 (Post-Election Year): Oft von Ernüchterung geprägt. Der neu gewählte Präsident setzt unpopuläre Maßnahmen oder Steuererhöhungen durch, da die nächste Wahl noch weit entfernt ist.
·Jahr 2 (Midterm Year): Häufig das volatilste Jahr im Zyklus. Im Vorfeld der Zwischenwahlen (Midterms) herrscht politische Unsicherheit. Historisch bildet der Markt im Sommer/Herbst des 2. Jahres oft ein bedeutendes Tief aus.
·Jahr 3 (Pre-Election Year): Historisch mit Abstand das stärkste Börsenjahr. Die Regierung versucht durch Steuersenkungen, Ausgabenprogramme und günstige Wirtschaftspolitik die Wählerstimmung rechtzeitig aufzuhellen.
·Jahr 4 (Election Year): Meist ein solides Börsenjahr, vor allem in der zweiten Hälfte, wenn die Wahlergebnisse absehbar werden und die Unsicherheit schwindet.
Der Dekadenzyklus (Zehn-Jahres-Muster)
Der Dekadenzyklus untersucht die Wertentwicklung des Marktes basierend auf der Endziffer des jeweiligen Kalenderjahres (z. B. 2001 vs. 2005 vs. 2009):
·Die schwachen Jahre (Jahre '0', '1', '2'): Zu Beginn einer Dekade treten auffällig oft Korrekturen oder Rezessionen auf (z. B. Platzen der Dotcom-Blase 2000, Finanzkrise 2008, Corona 2020).
·Die Wendejahre (Jahre '5'): Das 5er-Jahr gilt historisch als eines der verlässlichsten Bullejahre im Zehn-Jahres-Raster (z. B. 1985, 1995, 2005, 2015).
·Der späte Spurt (Jahre '8' und '9'): Zum Ende der Dekade zeigt der Markt häufig späte Hochphasen, bevor der Zyklus zu Beginn des neuen Jahrzehnts wieder kippt.
Pionierarbeit der Zyklusanalyse
Das Konzept der Zyklen wurde von Ökonomen und Markttechnikern über Jahrzehnte hinweg systematisiert:
·Pioniere der Marktzyklen: Yale Hirsch, Gründer des Stock Trader's Almanac (1967), erforschte und popularisierte den Präsidentschaftszyklus und saisonale Muster wie die "Weihnachtsmann-Rallye". Edgar Lawrence Smith zeigte bereits in den 1920er Jahren Zusammenhänge zwischen Zehn-Jahres-Mustern und Aktienkursen auf.
·Ökonomische Zykliker: Nikolai Kondratjew (Kondratjew-Wellen über 50-60 Jahre durch technologische Revolutionen), Clément Juglar (7-11-jährige Investitionszyklen) und Joseph Kitchin (3-5-jährige Lagerzyklen).
·Methoden: Techniker nutzen Werkzeuge wie die Fourier-Analyse (Zerlegung komplexer Preiskurven in Sinuswellen), Gleitende Durchschnitte verschiedener Längen und Marktbreite-Indikatoren, um zu prüfen, ob sich ein Zyklus im Einklang mit der historischen Wahrscheinlichkeit befindet.
Das große Zusammenspiel: Demografie und Wirtschaft
Zyklen existieren nicht isoliert; sie greifen wie Zahnräder ineinander. Ein übergeordneter Rahmentreiber ist die Demografie:
1.Demografischer Konsumzyklus: Menschen erreichen ihre höchste Produktivität, ihr höchstes Einkommen und ihre höchsten Ausgaben typischerweise im Alter von ca. 45 bis 54 Jahren (Hauskäufe, Familiengründung, Karrieregipfel). Große Geburtenjahrgänge (wie die "Baby Boomer") schieben eine riesige Konsum- und Investitionswelle vor sich her. Gehen diese Jahrgänge in den Ruhestand, sinken Konsum und Sparquoten in Aktienmärkten, was langfristige Megatrends beeinflusst.
2.Verknüpfung: Wenn ein starkes Jahr im 4-jährigen Wahlzyklus auf das Tief eines langfristigen Demografie- oder Zinszyklus trifft, kann der Effekt abgeschwächt werden. Fällt dagegen ein positives Wahljahr mit einem intakten demografischen Rückenwind und einer Niedrigzinsphase zusammen, entstehen die stärksten Bullenmärkte der Geschichte.
Zyklen sind keine starren Schienenfahrpläne, sondern Wahrscheinlichkeitsmuster. Sie helfen Anlegern zu verstehen, in welchem "Wetterumfeld" sich der Markt befindet – ob Rückenwind oder Gegenwind zu erwarten ist.
Erster großer Zyklus zeigt abwärts
Im Chart sehen wir drei Zyklus-Kurven, die das jeweils wahrscheinliche Verlaufsmuster für den US-Aktienmarkt vorzeichnen. Ganz unten der Dekadenzyklus – er flacht ab der kommenden Woche ab, zeigt aber bis Juni 2027 noch immer aufwärts (in verminderter Dynamik). Darüber haben wir den US-Wahlzyklus, der ebenfalls noch im Steigen begriffen ist. Auch hier markiert Juni 2027 den Zeitrahmen für einen Übergang in eine neue Phase.
Abwärts zeigt jedoch bereits unser Zyklus-Forecast. Dieses Instrument sucht zyklische Muster im bisherigen Chart-Verlauf und projiziert diese in die Zukunft. Hierauf basierend kann unseres Erachtens eine erste Tranche Short eröffnet werden. Speziell, wenn man ein Aktienportfolio dauerhaft hält, kann dies sinnvoll sein. Denn eine Short-Position auf den marktbreiten US-Index S&P 500 fungiert dann als Absicherung der bestehenden Engagements.

Fazit
Ein großer Zyklus-Indikator zeichnet eine längere (mehrjährige) Abwärtsphase vor. Da der US-Wahlzyklus und der Dekadenzyklus jedoch noch aufwärts tendieren, bietet sich an, erst ein Drittel einer eventuell geplanten Short-Position einzugehen und das restliche Pulver „trocken zu halten“. Ein geeignetes Produkt für diese zyklische Trading-Chance haben wir ausgesucht und stellen es Ihnen nachfolgend vor.
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf den S&P 500
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat seinen Basispreis und die K.O.-Schwelle gleichauf bei 8480,92 Punkten. Bei einem aktuellen Preis von 7718 Zählern entspricht das einem Hebel von 9,97. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Die WKN lautet BY4KLX.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: keine
Unterstützungen: 6500 und 7000 Punkte
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf den S&P 500
Risikowarnung gemäß der BaFin-Allgemeinverfügung vom 15. Oktober 2025: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

