Paris/Brüssel, 08. Sep (Reuters) - Der französische KI-Entwickler Mistral hat bei einer Finanzierungsrunde drei Milliarden Euro eingesammelt. Damit steige die Bewertung auf etwa 21 Milliarden Euro, teilte das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Start-up am Dienstag mit. Zu den neuen Investoren zählten der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung und der Scaleup Europe Fund der Europäischen Union (EU).
Das Geld solle unter anderem zur Weiterentwicklung von KI-Modellen genutzt werden, sagte Mistral-Finanzchef Johan Bergqvist der Nachrichtenagentur Reuters. Die vor drei Jahren gegründete Firma gilt als europäische Antwort auf OpenAI und Anthropic, deren Bewertungen jedoch bei umgerechnet jeweils rund 900 Milliarden Euro liegen. Beide US-Start-ups wollen in den kommenden Monaten an der Wall Street debütieren. Für Mistral sei ein Börsengang zwar prinzipiell eine Option, der Zeitpunkt hierfür jedoch völlig offen, sagte Bergqvist. "Derzeit führen wir keine Gespräche über dieses Thema."
Mistral sei auf gutem Weg, bis Ende 2026 den jährlich wiederkehrenden Umsatz auf eine Milliarde Euro zu steigern, fügte der Manager hinzu. Die Kunden kämen nicht nur aus Europa, sondern verstärkt auch aus Asien und Nordamerika. Die Anwender können die KI-Modelle des Start-ups auf ihre eigenen Server herunterladen und an ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassen.
(Bericht von Elizabeth Howcroft und Inti Landauro; geschrieben von Hakan Ersen, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



