Novartis hält an Prognose fest trotz Studienfehlschlags
Nach dem zweiten Studienrückschlag binnen weniger Tage hält der Schweizer Pharmakonzern Novartis an seiner mittelfristigen Umsatzprognose bis 2030 fest.

(Reuters) - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hält trotz eines Rückschlags bei seinem Hoffnungsträger zur Behandlung einer seltenen Muskelerkrankung an seiner mittelfristigen Wachstumsprognose fest. Der Umsatz solle von 2025 bis 2030 weiterhin um durchschnittlich fünf bis sechs Prozent pro Jahr zulegen, teilte der Konzern am Dienstag mit.
Zuvor hatte Novartis einen Fehlschlag bei einer entscheidenden Phase-III-Studie mit dem Mittel Del-Desiran gemeldet. Das Medikament habe bei Patienten mit myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) das primäre Ziel nicht erreicht. Es sei keine statistisch signifikante Verbesserung im Vergleich zu einem Placebo bei der Messung der Handmuskelentspannung (vHOT) nachgewiesen worden.
Novartis werte nun den gesamten Datensatz aus und werde mit den Gesundheitsbehörden den weiteren Entwicklungspfad für das Mittel besprechen, hieß es.
Erst Ende vergangener Woche musste der Pharmariese einen Rückschlag bei einem Cholesterinmedikament einräumen. Das Mittel Pelacarsen habe in einer entscheidenden klinischen Studie das Risiko schwerer Herzinfarkte und Schlaganfälle nicht wie erhofft senken können.





