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Sino-Aktie auf Rekord - Bericht sorgt für Bewertungsfantasie

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Jemand handelt online mit Wertpapieren.
Quelle: Adobe.com/Stock 4 You

(dpa-AFX) - Die Aktien der Sino AG sind am Mittwochvormittag auf einen Rekordstand von 118 Euro gestiegen. Damit bauten die Aktien des Onlinebrokers für besonders aktive und vermögende Trader ihr Jahresplus auf 23 Prozent aus. Auftrieb gab ein positiver Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ), der an die hohe Dividendenrendite für Sino-Aktionäre erinnerte und Gedankenspiele zur Bewertung der Beteiligung Trade Republic bot.

"Die Sino AG ist der einzige Weg, sich als Anleger am Geschäftserfolg der Berliner Neobank zu beteiligen", heißt es dort. Sie resultiert aus den Erlösen aus der deutlich reduzierten Beteiligung an Trade Republic, die an die eigenen Aktionäre weitergegeben werden. Der Dividendenvorschlag soll laut dem Neunmonatsbericht des Geschäftsjahres 2025/26 von Ende August bei "mindestens 14,80 Euro je Aktie" liegen. Auch auf aktuellem Rekordniveau wäre das noch eine Rendite von 12,5 Prozent.

Noch reizvoller ist aber vermutlich die Bewertungsfantasie aus der verbleibenden Beteiligung an Trade Republic, auch wenn sie laut dem Geschäftsbericht inzwischen auf 1,77 Prozent zusammengeschmolzen ist. Sino war 2017 der erste Investor und Gründungsfinanzierer von Trade Republic. Seither hat die Sino-Tochter Sino Beteiligungen GmbH ihren Anteil an Trade Republic aber massiv reduziert.

Bei einem Marktwert von Sino von etwa 250 Millionen Euro spielt aber auch die verbleibende Beteiligung angesichts Bewertungsfantasie in mehrstelliger Milliardenhöhe für Trade Rebublic noch eine große Rolle. Ingo Hillen, Vorstand und Großaktionär von Sino, stellt in der FAZ Gedankenspiele hinsichtlich des Bewertungsspielraums von Trade Republic an - vor allem im Vergleich zum Konkurrenten Revolut.

Die in Litauen ansässige Neobank sei im Juli mit 115 Milliarden US-Dollar bewertet worden - trotz niedrigerer Zahlen beim verwalteten Kundenvermögen. Messe man Trade Republic 20 Milliarden Euro an Wert zu, könnte der Sino-Kurs rechnerisch durchaus auf 180 Euro steigen, so Hillens Rechnung in dem FAZ-Bericht./ag/bek/stk

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