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APA ots news: Allianz Gesundheitsbarometer 2026: Zahngesundheit in Österreich - Kosten als größte Hürde

Wien (APA-ots) - Vier von zehn Österreicherinnen und Österreichern  
verzichten aus 
finanziellen Gründen auf Zahnbehandlungen. Das zeigt das Allianz 
Gesundheitsbarometer 2026 - eine repräsentative Studie der Allianz 
Österreich mit 1.600 Befragten. 

Das Wichtigste in Kürze: 

- 85 Prozent achten gewissenhaft auf ihre Zahnpflege 

- 40 Prozent haben bereits eine Behandlung aus Kostengründen 
ausgelassen 

- 47 Prozent nennen Kosten als Haupthindernis - nur 19 Prozent 
fürchten die Behandlung selbst 

- Bei voller Kostenübernahme würde sich die Behandlungsbereitschaft 
teils mehr als verdoppeln 

- 65 Prozent wissen nicht, dass Karies eine Infektionskrankheit ist 

Zwtl.: Hohes Bewusstsein, aber finanzielle Hürden 

Zahngesundheit ist für die österreichische Bevölkerung längst 
mehr als Hygiene. Sie gilt als Teil des Erscheinungsbilds und der 
Gesundheitsvorsorge. 85 Prozent achten gewissenhaft auf ihre 
Zahnpflege, 73 Prozent gehen mindestens einmal jährlich zur 
Kontrolle. 

Dennoch haben sich 40 Prozent schon einmal gegen eine Behandlung 
entschieden, weil sie zu teuer war. Der Befund der Studie ist 
eindeutig: Es fehlt nicht am Bewusstsein für gesunde Zähne, sondern 
an finanzieller Planbarkeit. 

"Am Bewusstsein für gesunde Zähne fehlt es kaum - eher an der 
Möglichkeit, konsequent danach zu handeln. Das ist keine Frage der 
Einstellung, sondern der Umstände." 
- Dr. Jörg Hipp, CPO Allianz Österreich 

Die Studie zeigt auch einen Zusammenhang mit dem Einkommen: Bei 
Haushalten mit bis zu 1.999 Euro pflegen 78 Prozent ihre Zähne 
gewissenhaft. Bei Haushalten mit 5.000 bis 5.999 Euro sind es 92 
Prozent. 

Zwtl.: Vorsorge motiviert am stärksten 

Warum pflegen Österreicherinnen und Österreicher ihre Zähne? Den 
stärksten Antrieb liefert die Vorsorge: 36 Prozent wollen spätere 
Zahnprobleme vermeiden. Danach folgen mit 26 Prozent ästhetische 
Gründe - für Frauen spielen diese eine deutlich größere Rolle als für 
Männer (32 zu 21 Prozent). 

Warum Ästhetik so wichtig ist, zeigt die Wirkung, die gepflegten 
Zähnen zugeschrieben wird: Rund neun von zehn sagen, sie prägen das 
äußere Erscheinungsbild maßgeblich. Fast ebenso viele verbinden damit 
einen besseren ersten Eindruck. Vier von fünf sehen zudem Vorteile im 
Berufsleben. 

Zwtl.: Generationenwandel: Von Reparatur zu Prävention 

Sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern sind mit ihren 
Zähnen insgesamt zufrieden. Mit der Zahnfarbe ist jedoch nur die 
Hälfte glücklich - Bleaching führt daher die Wunschliste an. 

Die Generation Z zeigt sich besonders offen für ästhetische und 
präventive Behandlungen wie Bleaching, Kieferregulierung oder 
professionelle Mundhygiene. Bei den Babyboomern sind es hingegen 
häufiger Implantate und Prothesen, die die Zufriedenheit steigern 
würden. 

"Die ältere Generation ist mit einer Zahnmedizin aufgewachsen, 
die vor allem eingegriffen hat, wenn schon etwas kaputt war. Dass die 
jüngere Generation Zahngesundheit als Teil der Selbstfürsorge 
versteht und nicht erst als Notfallthema, ist eine sehr positive 
Entwicklung." 
- Dr. Jörg Hipp, CPO Allianz Österreich 

Zwtl.: Fachliche Kompetenz überzeugt - Kosten-Leistungs-Verhältnis 
weniger 

71 Prozent halten die zahnmedizinische Versorgung in Österreich 
für sehr gut oder eher gut. Die beste Note erhält die fachliche 
Kompetenz mit 81 Prozent. Beratung und das Angebot moderner 
Behandlungsmethoden liegen gleichauf bei 70 Prozent. 

Deutlich kritischer werden die Wartezeiten bewertet: Nur 42 
Prozent sind damit zufrieden. Das größte Sorgenkind ist jedoch das 
Kosten-Leistungs-Verhältnis. Gerade einmal 28 Prozent bewerten dieses 
als sehr gut oder eher gut. 

"Beim Kosten-Leistungs-Verhältnis muss man beachten, wie der 
Leistungskatalog historisch gewachsen ist: Er ist bis heute stark auf 
Reparatur ausgelegt. Die Verschiebung hin zur Prävention findet zwar 
statt, aber langsam." 
- Dr.in Birgit Vetter-Scheidl, Österreichische Zahnärztekammer 

Zwtl.: Die Rechnung schreckt mehr ab als der Bohrer 

47 Prozent nennen Kosten als Hinderungsgrund für Behandlungen - 
Frauen häufiger als Männer (53 zu 41 Prozent). Die Angst vor der 
Behandlung selbst liegt mit 19 Prozent weit dahinter. 

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) kennen Personen, die mit hohen 
Behandlungskosten konfrontiert waren. Am teuersten empfinden die 
Österreicherinnen und Österreicher den Zahnersatz (87 Prozent), 
gefolgt von Zahnkorrekturen (80 Prozent) und ästhetischen Eingriffen 
(75 Prozent). 

Der finanzielle Druck verändert das Verhalten konkret: 40 Prozent 
haben eine Zahnbehandlung aus Kostengründen ganz ausgelassen, 38 
Prozent haben sie verschoben. 

Zwtl.: Bei Kostenübernahme steigt die Behandlungsbereitschaft 
sprunghaft 

Wie stark der Preis die Entscheidung dominiert, zeigt sich, wenn 
man ihn hypothetisch ausblendet. Bei vollständiger Kostenübernahme - 
etwa durch eine private Zahnversicherung - würde die Bereitschaft zur 
Behandlung in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen: 

- Zahnspangen und Korrekturen: von 29 auf 71 Prozent 

- Bleaching: von 31 auf 75 Prozent 

- Veneers: von 28 auf 69 Prozent 

- Implantate: von 47 auf 81 Prozent 

- Zahnfleischbehandlungen: von 63 auf 86 Prozent 

Zwtl.: Wenig Wissen über Kosten und Kassenleistungen 

Nur 36 Prozent fühlen sich über Behandlungskosten gut informiert. 
Ebenso wenige kennen die Leistungen der gesetzlichen 
Krankenversicherung ausreichend. 

Privatversicherte sind deutlich besser im Bild: 53 Prozent fühlen 
sich bei den Behandlungskosten gut informiert, 51 Prozent bei den 
Kassenleistungen. 

Zwtl.: Privatversicherte nutzen mehr Leistungen 

Aktuell besitzen 5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher 
eine private Zahnzusatzversicherung. Das Interesse ist jedoch höher: 
38 Prozent können sich vorstellen, ihre Zähne zu versichern. 

Dass eine Absicherung das Behandlungsverhalten konkret verändert, 
zeigt der Vergleich: Privatversicherte nutzen aufwendigere Leistungen 
deutlich häufiger. Bei Zahnfleischbehandlungen sind es 31 Prozent 
gegenüber 15 Prozent bei Kassenpatientinnen und -patienten. Bei 
kieferchirurgischen Eingriffen 37 zu 22 Prozent, bei Kronen 34 zu 25 
Prozent, bei Bleaching 11 zu 4 Prozent. 

Ohne Zusatzversicherung überwiegen hingegen Basisbehandlungen wie 
Füllungen (74 zu 58 Prozent) und Zahnziehen (54 zu 43 Prozent). 

Zwtl.: Wissenslücken bei Mund- und Allgemeingesundheit 

59 Prozent halten sich für informiert über den Zusammenhang von 
Mund- und Allgemeingesundheit. Im Detail zeigen sich jedoch 
erhebliche Lücken: 

Knapp zwei Dritteln (65 Prozent) ist nicht bekannt, dass Karies 
eine Infektionskrankheit ist. Mehr als die Hälfte kennt die möglichen 
Risiken von Zahnfleischerkrankungen in der Schwangerschaft nicht. 49 
Prozent wissen nicht, dass Kariesbakterien Allgemeinerkrankungen wie 
Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes begünstigen können. 

Der Wissensstand variiert stark nach Alter: Bei den Auswirkungen 
von Zahnfleischproblemen auf den Körper sind Babyboomer mit 58 
Prozent deutlich besser im Bild als die Generation Z mit 37 Prozent. 
Auch den Zusammenhang zwischen Kariesbakterien und 
Allgemeinerkrankungen kennen 65 Prozent der Babyboomer, aber nur 36 
Prozent der Generation Z. 

"Karies ist eine Infektionskrankheit und Zahnfleischentzündungen 
bleiben nicht auf den Mund beschränkt. Beides ist in der Bevölkerung 
zu wenig präsent. Dass ausgerechnet die jüngste Generation hier am 
schlechtesten abschneidet, ist aus zahnmedizinischer Sicht ein 
alarmierendes Ergebnis." 
- Dr.in Birgit Vetter-Scheidl, Österreichische Zahnärztekammer 

Zwtl.: Fazit: Von Reparatur zu Prävention 

Die Ergebnisse des Allianz Gesundheitsbarometers 2026 zeigen: Die 
Österreicherinnen und Österreicher achten auf ihre Zähne - doch 
zwischen gutem Vorsatz und Handeln steht das Geld. 

Was jetzt nötig ist: eine konsequente Verschiebung von Reparatur 
zu Prävention, bessere Aufklärung über den Zusammenhang von Mund- und 
Allgemeingesundheit und mehr finanzielle Planbarkeit. Angebote wie 
die Zahnzusatzversicherung können dabei unterstützen. 

Über die Studie 

Das Allianz Gesundheitsbarometer 2026 wurde von Marketagent im 
Auftrag der Allianz Österreich durchgeführt. Befragt wurden 1.600 
Personen, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. 

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at 

Rückfragehinweis: 
   Allianz Österreich 
   Dr. Thomas Gimesi 
   Telefon: +43 676 878 222 914 
   E-Mail: presse@allianz.at 
   Website: https://www.allianz.at/ 

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER 
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** 

OTS0110    2026-09-09/12:00
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