Entscheidung am Nachmittag

Irankrieg treibt Preise: EZB vor nächster Zinserhöhung

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Alexandros Michailidis/Shutterstock.com

(dpa-AFX) - Als Antwort auf die gestiegene Inflation dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Euroraum zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben. Ökonomen erwarten, dass die Notenbank den für Sparer und Banken wichtigen Einlagenzins bei ihrer Sitzung an diesem Donnerstag von 2,25 auf 2,50 Prozent erhöhen wird. Der Beschluss des EZB-Rates wird um 14:15 Uhr nach der auswärtigen Sitzung des Gremiums in Berlin verkündet. Zudem legt die EZB neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur im Euroraum vor.

Der Ölpreisschock infolge des Irankriegs hat die Teuerung kräftig nach oben getrieben. Autofahrer spüren das an den Tankstellen, Hausbesitzer bei den Heizölpreisen. Eine Lösung des Konflikts am Persischen Golf ist nicht in Sicht.

Teuerungsrate im August bei 3,3 Prozent

Im August waren die Verbraucherpreise im Euroraum 3,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das ist die höchste Teuerungsrate seit September 2023 und liegt weit über dem Ziel der EZB, die mittelfristig Preisstabilität bei 2,0 Prozent Inflation im Euroraum anpeilt. In Deutschland hatten hohe Energiepreise die Inflation im August auf 2,9 Prozent getrieben.

Mit höheren Zinsen kann die EZB die Teuerung dämpfen, weil Kredite teurer werden und die Nachfrage gebremst wird. Sparer können zugleich von Zinserhöhungen profitieren, wenn Banken diese weitergeben. Jedoch sind höhere Zinsen eine Belastung für alle, die investieren wollen./als/ben/DP/nas

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