Bericht: Saudiarabischer Staatsfonds erwägt Fusion von EA und Savvy Games
Bangalore, 10. Sep (Reuters) - Der saudiarabische Staatsfonds PIF erwägt einem Medienbericht zufolge die Fusion der Videospielkonzerne Electronic Arts (EA) und Savvy Games. Durch den Zusammenschluss der beiden vom PIF kontrollierten Unternehmen entstünde ein neuer Branchenriese, der bekannte Titel wie "EA Sports FC", "Battlefield" und "Die Sims" sowie die zu Savvy gehörenden Handyspiele "Monopoly Go!" und "Pokemon GO" unter einem Dach vereinen würde, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Ein solcher Schritt gelte als unwahrscheinlich, bevor Savvy den sechs Milliarden Dollar schweren Kauf des chinesischen Mobilspiele-Entwicklers Moonton abgeschlossen habe. Der PIF lehnte eine Stellungnahme ab, EA und Savvy waren zunächst nicht für einen Kommentar zu erreichen.
Der Staatsfonds hatte EA im vergangenen Monat über ein Konsortium für rund 55 Milliarden Dollar übernommen und von der Börse genommen. Ein solches Vorhaben könnte jedoch die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen, die große Transaktionen in der Spielebranche zuletzt streng geprüft hatten, darunter die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft. Die Branche kämpft derzeit mit einer Flaute nach dem Boom während der Corona-Pandemie, was zu Kostensenkungen und Entlassungen geführt hat. Gleichzeitig versuchen die Unternehmen, Größenvorteile zu erzielen und verlässliche Einnahmequellen zu sichern.
(Bericht von Prathik JayaprakashBearbeitet von Scot W. StevensonRedigiert von Isabelle NoackBei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



