Konflikt um Straße von Hormus

Treffen der Golf-Außenminister im Oman verschoben

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Straße auf der arabischen Halbinsel an der Straße von Hormus.
Quelle: Adobe.com/Naeblys

Das für diesen Montag geplante Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf im Oman wurde nach Angaben aus Maskat verschoben. "Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben", teilte der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am späten Abend auf der Plattform X mit.

Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormus vorstellen wollten.

Man setze sich weiterhin für "einen Dialog ein, der Stabilität und dauerhafte Zusammenarbeit" in der Region fördere, schrieb er weiter. Weitergehende Angaben zu Gründen und einem neuen Zeitpunkt für eine Zusammenkunft nannte al-Busaidi nicht.

Ein Vertreter des iranischen Außenministeriums bestätigte, dass Teheran und Maskat aufgrund einer gemeinsamen Entscheidung und "auf Wunsch einiger Länder der Region" vereinbart hätten, das Gipfeltreffen zu verschieben, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars mitteilte.

Spannungen unter eingeladenen Staaten im Vorfeld

Der Inselstaat Bahrain, der im Krieg massiven iranischen Raketenangriffen ausgesetzt war, hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, das Treffen zu boykottieren. Die anderen Golfstaaten seien lediglich eingeladen gewesen, um über die Einzelheiten der Vereinbarung informiert zu werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr vor der Absage des Treffens.

Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter einer der Golfstaaten, dass Saudi-Arabien Änderungen am omanisch-iranischen Vorschlag bezüglich der Straße von Hormus eingereicht habe. Demnach habe Riad Bedenken geäußert, dass die vorgeschlagene Formulierung "effektiv einen neuen Status-quo in der Straße etablieren könnte, der weder für Saudi-Arabien noch für die übrigen Golfstaaten akzeptabel wäre".

Auch das gut informierte Webportal "amwaj" berichtete im Vorfeld über Spannungen unter den geladenen Staaten. Die Vereinigten Arabischen Emirate etwa wollen nicht ihren Außenminister schicken, sondern lediglich einen Staatssekretär.

Die Straße von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge. Auch Flüssiggas und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert. Die Einschränkungen belasten die Weltwirtschaft und setzen US-Präsident Donald Trump unter Druck.

Artikel teilen:

Das könnte dich auch interessieren

Vorbörse 09.10.2026
Dax vor Erholung – US-Börsen nach OpenAI-Bericht schwachgestern, 06:02 Uhr · onvista
Dax vor Erholung – US-Börsen nach OpenAI-Bericht schwach
Vorbörse 08.10.2026
Dax unverändert erwartet – negative Vorgaben aus Asien08. Okt. · onvista
Dax unverändert erwartet – negative Vorgaben aus Asien
Plus-Analysen
Plus
Frankreichs Haushaltskrise
Wie du einen schwachen Euro im Depot nutzen kannst07. Okt. · onvista
Plus
Trader-Spiel 2026
Turnaround-Chancen: Diese Aktien habe ich bisher gekauft06. Okt. · onvista
Plus
Mehr als KI-Spekulation
Diese drei Robotik-Aktien sind jetzt spannend05. Okt. · onvista