Börse am Morgen 15.09.2026

Dax deutlich im Minus - Deutz fällt nach Kapitalerhöhung

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Quelle: Adobe.com/FilipB

Die neu aufgeflammten KI-Bedenken und der hohe Ölpreis scheinen auch am Dienstag eine Bürde für den deutschen Aktienmarkt zu sein. Der Dax fiel in der ersten Handelsstunde um ein Prozent auf 25.198 Punkte und bewegt sich damit weiterhin auf seinem niedrigsten Niveau seit Ende Juli.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,8 Prozent auf 30.822 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es ebenfalls um 1,1 Prozent abwärts.

Für die Aktienmärkte sei es derzeit schwer, sich zu behaupten, konstatierte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. "Die steigenden Energiepreise und steigenden Zinsen sind ein Teufelskreis, der die Zukunftsperspektiven der Aktien gleich auf mehrere Arten belastet."

Der Ölpreis blieb über Nacht auf seinem hohen Niveau. "Nach dem Vorrücken der Huthis im Jemen wird gar das Niveau von 110 US-Dollar pro Barrel ins Visier genommen", schrieb am Morgen der Commerzbank-Devisenexperte Michael Pfister. Dies lenkt die Aufmerksamkeit noch stärker auf die am Mittwoch erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, bei der Anleger mit einer geldpolitischen Straffung rechnen.

Deutz von Kapitalerhöhung belastet

Die Gewinnmitnahmen bei Deutz setzen sich am Dienstag wegen einer Kapitalerhöhung weiter fort. Der Motorenbauer nutzt den jüngsten Sprung, der den Kurs zeitweise über die 13-Euro-Marke und damit auf das höchste Niveau seit 1998 getragen hatte, zur Geldbeschaffung. Es werden gut 15 Millionen neue Aktien für 11,70 Euro das Stück platziert. Dies sorgte dafür, dass der Kurs in der ersten Handelsstunde um etwas mehr als vier Prozent auf 11,74 absackte.

Seit dem am vergangenen Mittwoch erreichten Mehrjahreshoch von 13,35 Euro ist der Kurs bereits zurückgekommen und auf 12,29 Euro zum Xetra-Schluss am Montag gefallen.

Laut einem Händler ist der Schritt wegen der Übernahme des Rüstungs- und Spezialfahrzeugherstellers FFG keine Überraschung. Das Management habe den damit einhergehenden Anstieg der Verschuldung und eine mögliche Kapitalerhöhung im Umfang von zehn Prozent bereits angekündigt, kommentierte der Börsianer. Der Schritt stärke die Bilanz und schaffe trotz des Verwässerungseffekts Finanzkraft für künftiges Wachstum.

Die FFG-Übernahme ist seit Anfang Juli bekannt und kam seither wegen des damit einhergehenden Einstiegs in den attraktiven Rüstungsbereich gut an. In der Spitze hatten die Aktien seither mehr als die Hälfte zugelegt.

Cewe plant Aktienrückkauf

Die Aktien von Cewe haben am Dienstag im frühen Handel mit einem Kurssprung auf einen vom Fotodienstleister angekündigten Rückkauf eigener Aktien reagiert. Die Papiere gewannen im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag rund drei Prozent auf 108,80 Euro.

Wie Cewe am Montagabend mitteilte, will das Unternehmen bis zu 150.000 eigene Aktien im Umfang von bis zu 18 Millionen Euro vom Markt zurückkaufen. Dies entspreche etwa zwei Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft, hieß es.

Wenn du eine bestimmte Aktie oder anderes Wertpapier im Auge behalten willst: Füge sie zu deiner Watchlist hinzu und du kannst in der onvista-App automatisch Alarme erhalten, wenn sich der Kurs stark bewegt.

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