3 Aktien aus deiner Speisekammer für dein Depot

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Die Coronavirus-Pandemie in den USA verschlimmert sich. Sogar Aktien von Lebensmittelherstellern, die oft als sichere Häfen gesehen werden, haben an Wert verloren. Lockdowns in den USA und international führen unter anderem zu Störungen in den Produktions- und Lieferketten.

3 Aktien aus deiner Speisekammer für dein Depot

Es gibt jedoch auch eine positive Seite der Medaille: Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln ist hoch, da die Verbraucher ihre Speisekammern füllen und sich auf Ausgangssperren vorbereiten. Zudem ist es wahrscheinlich, dass die Corona-Krise in einigen Monaten wieder vorüber ist. Die derzeitigen Rückgänge bieten Investoren einen hervorragenden Einstiegspunkt zum langfristigen Investieren.

Mit den drei unten genannten Aktien kannst du für dein Depot hamstern.

1. The Hershey Company

Die Aktien des Schokoladengiganten The Hershey Company fielen dieses Jahr um 19 %. Diesen Monat sank der Aktienkurs im Verhältnis zu den Gewinnen auf den tiefsten Wert in den letzten fast 12 Monaten. Doch Hershey hat die Analystenerwartungen in den letzten vier Quartalen geschlagen.

Eine Sonderabschreibung im Zusammenhang mit der 2015 durchgeführten Übernahme der Snackmarke Krave hat die Gewinne im letzten Jahr belastet. Für 2020 jedoch sagt das Unternehmen ein Umsatzplus von 2 bis 4 % voraus, der verwässerte Gewinn je Aktie soll um 11 bis 14 % steigen. Diese Prognose machte Hershey vor dem Beginn der Corona-Krise in Nordamerika, wo das Unternehmen 89 % seiner Umsätze erzielt. Wahrscheinlich wird das laufende Jahr daher nicht so super wie erwartet. Der von der Wall Street auf Basis der Kursziele erwartete Kursanstieg um 22 % steht daher wahrscheinlich nicht unmittelbar bevor. Doch Übernahmen wie die von One Brands, das im vierten Quartal um über 35 % wuchs, werden die Aktien langfristig stützen. Neue Produkte wie Reese’s White Thins und Hersheys Fähigkeit, die Preise zu erhöhen, werden ebenfalls helfen.

Investoren können sich außerdem auf eine Dividende freuen. Hershey zahlte kürzlich seine 361. Quartalsdividende in Folge. Die jährlichen Ausschüttungen haben seit 2009 zugelegt.

2. Kellogg

Investoren von Kellogg werden sich gedulden müssen. Das Unternehmen hat letztes Jahr in einer einzigen Transaktion vier Geschäftssparten verkauft, um das Wachstum und die Gewinnmargen zu stärken. Die Erlöse nutzte das Unternehmen, um eine Milliarde US-Dollar an Schulden abzuzahlen. Dieses Jahr werden wir die Folgen dieser Ausgliederungen sehen, da die Umsätze und operativen Gewinne dieser Töchter in den Vorjahresvergleichen fehlen werden.

Doch der Schachzug, Nebenkriegsschauplätze zu verkaufen und sich auf Snacks und Cerealien zu fokussieren, bringt Kellogg auf Zukunftskurs. 2019 erreichte das Unternehmen sein großes Ziel, wieder zu organischem Umsatzwachtum zurückzukehren: Bei den wichtigsten Marken und in mehreren Regionen konnte das Unternehmen wachsen.

Während Investoren auf die langfristigen Verbesserungen warten, können sie schon heute von der Dividende profitieren: Kellogg hat seine Dividende seit 2004 jährlich angehoben. Im letzten Jahr wurden 2,26 Dollar ausgeschüttet, 2,7 % mehr als im Vorjahr.

Kellogg-Aktien haben seit Jahresanfang 20 % verloren. Die Analysten erwarten nun im Durchschnitt eine ebenso große Bewegung nach oben.

3. Coca-Cola

Die kurzfristigen Neuigkeiten für Coca-Cola sind nicht überragend. Am 20. März gab das Unternehmen bekannt, dass es seine Jahresziele aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 nicht erreichen werde. Die Absage von Sportevents und die Schließungen von Restaurants bedeuten weniger Gelegenheiten für Konsumenten, Coca-Cola-Produkte zu kaufen. Das Unternehmen sagte weiter, da sich die Situation ständig verändere, könne man die genauen Auswirkungen noch nicht einschätzen - doch sie würden „wesentlich“ sein. Bei der Vorstellung der Zahlen zum 1. Quartal will das Unternehmen genauere Informationen bekanntgeben.

Der Softdrink-Gigant hatte ursprünglich geplant, seinen bereinigten organischen Umsatz um 5 % zu steigern. Der bereinigte Gewinn je Aktie sollte um 7 % auf 2,25 Dollar steigen. Coca-Colas Gewinne werden die Aktie in diesem Jahr wohl nicht treiben. Doch die Expansion des Unternehmens über Softdrinks hinaus, beispielsweise durch die Übernahme von Costa Coffee im letzten Jahr, wird die Umsätze in Zukunft nach oben bringen.

Investoren sollten auch Gefallen am Dividendenwachstum finden. Coca-Cola gab letzten Monat die 58. Anhebung der jährlichen Dividende in Folge bekannt und sagte, dass es 2019 6,8 Mrd. US-Dollar an die Investoren ausgeschüttet hatte. Die Coca-Cola-Aktie ist in diesem Jahr bisher um 32 % gefallen. Die Wall Street sieht vom derzeitigen Niveau aus 55 % Aufwärtspotenzial.

Interessante Gelegenheiten

Die Coronavirus-Pandemie ist für die meisten Unternehmen Sand im Getriebe. Doch bei Hershey, Kellogg und Coca-Cola sehen die langfristigen Gewinn- und Dividendenwachstumschancen in Kombination mit den aktuellen Aktienkursen attraktiv aus. Das könnten interessante Gelegenheiten im Lebensmittelsektor sein. Nicht für den schnellen Euro, aber für die langfristigen Gewinne.

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Adria Cimino besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. Dieser Artikel erschien am 24. März 2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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Foto: flickr/Elvis Fool

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