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3 Erdgasaktien für die Rezession, die in letzter Zeit günstiger geworden sind

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3 Erdgasaktien für die Rezession, die in letzter Zeit günstiger geworden sind

Versorger sind klassische defensive Aktien. Durch die starke Regulierung der öffentlichen Güter arbeiten sie in engen Rahmen, was Gewinne, Return on Investment und Dividenden angeht. Das Kalkül ist außerdem, dass die Menschen auch in einer Rezession heizen müssen und Licht brauchen. Andere Ausgaben können zurückgefahren werden, doch Energie fällt nicht in diese Kategorie.

Allerdings sind Öl- und Gasaktien ebenfalls großartige defensive Aktien. Zwar genießen sie anders als Versorger keine Monopolstellungen, doch die Leute brauchen Energie, unabhängig davon, was mit der Wirtschaft passiert.

Auch dem Basisgut, aus dem die Energie gewonnen wird, kommt heutzutage eine wichtige Bedeutung zu. Die Öffentlichkeit möchte hier weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, um den Klimawandel zu stoppen. Die Bevölkerung fordert außerdem weniger Energie aus Kohle und Öl und mehr aus Erdgas, da dies der günstigste und sauberste fossile Brennstoff ist.

Die drei folgenden Erdgasaktien sind in den letzten Monaten nicht gut gelaufen und dürften in der nächsten Rezession besonders gute defensive Optionen für Investoren sein. Diese Aktien decken den ganzen Umfang des Gasgeschäfts ab: der Vertreiber New Jersey Resources, der Pipeline-Betreiber Williams Companies und der Hersteller Cabot Oil and Gas.

1. New Jersey Resources

New Jersey Resources ist ein mittelgroßer Gasvertreiber, allerdings ist die Größe in diesem Sektor ab einer gewissen Schwelle zunehmend egal. Sein Geschäft in New Jersey schaffte es 2017 mit 1,1 Mrd. Kubikmetern Wohnraumvolumen und 432 Mio. US-Dollar Umsatz auf Rang 31 der US-Gasvertreiber, wie Zahlen der American Gas Association belegen.

Das sind nicht die beeindruckendsten Zahlen, doch New Jersey Resources ist solide. Es hat eine Marktkapitalisierung von knapp 4 Mrd. US-Dollar. Möglicherweise denkst du, dass das zu wenig ist, um dein Interesse zu wecken - doch lass dir gesagt sein, dass BlackRock seinen Anteil kürzlich um 1,5 % erhöht hat, wodurch die gesamte Beteiligung nun bei 12,5 Millionen Aktien im Wert von 620 Mio. US-Dollar liegt. Das sind 13,8 % der ausstehenden Aktien.

Das Unternehmen hat soeben seine Nachfolge geregelt und seine Stabilität erhöht, indem Steve Westhoven, der seine ganze Berufskarriere bei dem Unternehmen verbracht und dort 1990 als Ingenieur begonnen hat, als neuer CEO bestellt wurde. Er folgt ab dem 1. Oktober auf Laurence Downes. Weshoven wird ab Januar außerdem zum Board-Vorsitzenden des Unternehmens.

2. Williams Companies

Williams Companies ist der führende Pipeline-Betreiber in den USA und sollte von Investitionen in die Pipeline-Infrastruktur profitieren. Genauer gesagt von Investitionen, um Erdgas aus der Utica- und der Marcellus-Formation herauszutransportieren. Investitionen werden hier vonnöten sein, da die dortige Produktion bis 2030 um 50 % steigen soll. Zudem erwartet das Unternehmen, dass sein insgesamt transportiertes Volumen bis mindestens 2021 um 10 bis 15 % im Jahr steigen soll.

Das Wachstum ist nachfragegetrieben, da die Nutzung von Erdgas ansteigt. Historisch war die Nutzung von Erdgas in Wohnhäusern stark wetterabhängig - in kalten Wintern war sie hoch, doch sie flachte in wärmeren Phasen ab. Doch der Wechsel bei der Stromerzeugung von Kohlekraft hin zu Erdgas, um Emissionsziele zu erreichen, hat für neue und stetige Nachfrage gesorgt.

Der Stromsektor stand 2018 für 35 % des Erdgasverbrauchs, anders herum wurden 29 % des gesamten Energieverbrauchs durch Erdgas gestemmt. 2018 wurden für die Stromerzeugung 300 Mrd. Kubikmeter Erdgas verbraucht, etwa doppelt so viel wie die 147 Mrd. Kubikmeter aus dem Jahr 2000 und erstmals mehr als der industrielle Verbrauch des Gases. Sobald die Flüssigerdgasterminals, die derzeit noch im Bau sind, an den Start gehen, werden die US-Exporte von Erdgas stark ansteigen.

3. Cabot Oil and Gas

Erdgasproduzenten sind oft den volatilen Energiemärkten ausgeliefert, da Angebot, Nachfrage und Überproduktion die Preise täglich auf Achterbahnfahrt schicken. Cabot Oil and Gas verlor im Juli ganze 30 % seines Marktwerts - seit dem 52-Wochen-Hoch im April sogar ganze 40 % -, bevor die Aktie sich auf das aktuelle Niveau wieder erholte. Obwohl das Unternehmen die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal schlug, war das Produktionswachstum langsamer als erwartet.

Cabot hat Mühe, seine Invesitionen und sein Produktionswachstum mit seinen Finanzen in Einklang zu halten. Die Produktionsziele für dieses und nächstes Jahr musste das Unternehmen bereits zusammenstreichen, da es sein Geld für den Kauf von Land brauchte, um den Weg für zukünftige Produktionssteigerungen freizumachen.

Das Unternehmen hat noch viel Raum, um seine Dividende zu steigern, und kauft stetig eigene Aktien zurück, um seine Dividendenrendite von aktuell 2,1 % weiter zu treiben. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) wird dieses Jahr zwischen 19 und 26 % liegen, je nachdem, wie sich die Gaspreise entwickeln. In den letzten zwölf Monaten lag der ROCE bei 24,3 %. Ein hoher ROCE zeigt, dass ein Unternehmen mit seinem Geld effizient umgeht und einen Dollar investiertes Kapital in viel Gewinn ummünzen kann.

Sehr beständig

New Jersey Resources überstand die letzte große Wirtschaftskrise recht gut, die Aktie fiel im Verlauf um maximal 12 %. Das war viel besser als der S&P 500, der in der Spitze um über 50 % abgeben musste.

Williams Companies und Cabot schwankten stärker, wobei sich die einzelnen Bewegungen gut mit denen des S&P 500 deckten. Doch sie schafften es beide, sich schnell wieder auf ihre jeweiligen Niveaus vor der Rezession zu erholen. Auf der Welle des Fracking-Booms ritten sie zu neuen Höchstständen. Dieses Wachstum in der Gasproduktion durch Fracking, von unter 560 Mio. Kubikmetern am Tag in 2007 auf 1,84 Mrd. Kubikmeter am Tag Ende 2018, sollte gemeinsam mit den strukturellen Veränderungen in der Energieindustrie dafür sorgen, dass diese Aktien in einer nächsten Rezession wesentlich ruhiger laufen werden - wann auch immer die Rezession kommen mag.

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Darrell Delamaide besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel erschien am 2.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2019

Foto: Getty Images

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