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3100 neue Zoll-Kontrolleure sollen Schwarzarbeit aufspüren

dpa-AFX

WEIMAR (dpa-AFX) - Unternehmen müssen künftig mit mehr Kontrollen wegen Schwarzarbeit, Mindestlohnverstößen oder illegaler Beschäftigung rechnen. Die bundesweit agierende Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls soll bis 2024 schrittweise um 3100 auf dann mehr als 10 000 Stellen aufgestockt werden. Das kündigte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Rolf Bösinger, am Mittwoch bei einer Tagung der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft in Weimar an. Deren Bundesvize Thomas Liebel verwies auf zunehmend mafiöse Strukturen bei der Schwarzarbeit und verlangte insgesamt 11 000 Beamte und Angestellte für diesen Zollbereich.

"Es geht nicht selten um komplexe Firmengeflechte und deren Hintermänner, die zu durchleuchten sind", begründete Liebel die Forderung. Zunehmend stießen die Kontrolleure auf organisierte Formen der Schwarzarbeit. "Die Täter werden immer gewiefter", sagte der Vizepräsident der Generalzolldirektion, Hans Josef Haas.

Die Kontrolleure deckten allein im vergangenen Jahr einen wirtschaftlichen Schaden von etwa einer Milliarde Euro auf - vor allem wegen nicht gezahlter Sozialabgaben. Das waren nach Angaben des Finanzstaatssekretärs 17 Prozent mehr als 2016. Die Zahl der Prüfungen sei um 29 Prozent auf mehr als 50 000 gestiegen. "Wir reden hier von Wirtschaftskriminalität", sagte Bösinger. Es seien insgesamt fast 163 000 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden. Fachleute gehen davon aus, dass etwa jede zehnte Kontrolle Verstöße feststellt.

Nach Angaben von Finanzstaatssekretär Bösinger sieht allein der Haushaltsentwurf des Bundes für 2019 insgesamt 1500 weitere Stellen für die Kontrolle von Schwarzarbeit vor. "Wir werden an mehreren Standorten Ausbildungszentren aus dem Boden stampfen."/ro/DP/tos

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