4 Wachstumsaktien, die die Profis en masse gekauft haben

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4 Wachstumsaktien, die die Profis en masse gekauft haben
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Im November hatten die Wall Street und die Investoren gut zu tun. Die erste Hälfte des Monats wurde damit verbracht, den Ausgang der US-Wahlen zu verdauen. Dann drängten Impfstoffe gegen Corona in die Schlagzeilen. Da war es nicht leicht, den Überblick zu behalten.

Montag, der 16. November, war wohl der wichtigste Tag des Monats für die Investoren. Dann da mussten Wertpapierfirmen mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 100 Millionen USD das Formular 13F bei der Securities and Exchange Commission einreichen. Und da kann dann jeder nachvollziehen, was in den vergangenen drei Monaten so passiert ist.

Diese 13F-Formulare zeigten, dass milliardenschwere Geldmanager nach wie vor sehr von Wachstumswerten fasziniert sind. Hier sind vier Aktien, die bei den Profis besonders gut ankamen.

Datadog

Software-as-a-Service (SaaS)-Aktie Datadog hat die Profis begeistern können. Denn diese kauften im Vergleich zum Vorquartal mehr als 11 Millionen Aktien (8,8 %) hinzu, wobei Melvin Capital Management von Gabe Plotkin eine Position von 2,88 Millionen Aktien eröffnete. BlackRock von Larry Fink kaufte noch einmal über 3 Millionen Aktien dazu.

Warum Datadog? Nun, selbst nach der Pandemie werden die Verbraucher online einkaufen und von zu Hause aus arbeiten. Daher ist die Nachfrage nach cloudbasierten Apps exponentiell gewachsen, insbesondere wenn es um die gemeinsame Nutzung und Überwachung von Daten geht.

Datadog, das cloudbasierte Überwachungsdienste anbietet, verzeichnete im dritten Quartal ein Umsatzwachstum von 61 % und, noch wichtiger, mehr als 1.100 Kunden, die einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von mindestens 100.000 USD erwirtschaften. Die Lösungen von Datadog finden bei immer mehr Unternehmen Resonanz und machen das Unternehmen rentabel.

Datadog ist nicht billig. Aber es sieht so aus, als wäre die Aktie ihren Preis durchaus wert.

Pinterest

Social-Media ist randvoll mit Wettbewerbern, aber das aufstrebende Pinterest hat die Aufmerksamkeit der Geldmanager der Milliardäre abbekommen. Die Profis haben fast 40 Millionen Aktien im Q3 2020 gekauft. Melvin Capital legte mit 7,62 Millionen Aktien nach, Third Point startete eine Beteiligung von 3,58 Millionen Aktien.

Pinterest schafft es, neue monatlich aktive Nutzer (MAU) zu gewinnen. Während die meisten sozialen Plattformen dabei irgendwann an ihre Grenzen stoßen, hat Pinterest seine MAUs bereits vor der Pandemie um 30 % erhöht. Im Lockdown ging es dann noch mal stärker aufwärts. Die Mehrheit der neuen Nutzer stammt aus internationalen Märkten. Zwar ist es dort für Pinterest schwieriger, Geld zu erwirtschaften, doch am Ende kommt von dort das zweistellige Wachstum.

Die Wachstumsgeschichte von Pinterest besteht auch im aufkeimenden E-Commerce. Da die Pinner bereitwillig Produkte, Orte und Dienstleistungen teilen, kann Pinterest kleinen Unternehmen eine präzise Zielgruppenansprache bieten. Pinterest muss schlicht weiterhin seine Nutzerbasis binden und wachsen lassen.

Innovative Industrial Properties

Obwohl der auf Marihuana fokussierte Real Estate Investment Trust (REIT) Innovative Industrial Properties im dritten Quartal nur einen Anstieg bei professionellen Geldmanagern um 2 % verzeichnete, erhöhte BlackRock seinen Anteil um 573.754 Aktien auf 3,56 Millionen. Renaissance Technologies startete dazu eine Position mit 72.000 Aktien.

Die meisten Vermögensverwalter wollen keine außerbörslich gehandelten Aktien kaufen, und das ist nun mal der Bereich, in dem die meisten Cannabis-Aktien angesiedelt sind. Innovative Industrial Properties, das an der NYSE notiert ist, schafft da Abhilfe. Laufende Akquisitionen und ein bescheidenes organisches Wachstum durch Mieterhöhungen und Managementgebühren haben es IIP ermöglicht, zu wachsen. Außerdem wird ein höchst transparenter und vorhersehbarer Cashflow geschaffen.

In absehbarer Zeit dürfte Cannabis auf US-Bundesebene illegal bleiben - und damit wird es auch keine Kredite für die Unternehmen dahinter geben. Das ist wichtig, denn die Sale-Leaseback-Vereinbarungen von IIP haben das Wachstum des Unternehmens vorangetrieben. Da sie nur begrenzten Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen haben, haben sich große Züchter an IIP gewandt. IIP erwirbt Anbau- und Verarbeitungsanlagen gegen Bargeld und verpachtet diese Immobilien sofort für 10 oder 20 Jahre an den Verkäufer zurück. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Snowflake

Abgerundet wird die Liste der Wachstumswerte durch das Cloud-Data-Warehousing-Unternehmen Snowflake, das erst im September an die Börse ging. Insgesamt kauften die Profis bis zum Ende des dritten Quartals fast 66 Millionen Aktien. Berkshire Hathaway von Warren Buffett kaufte etwas mehr als 6,1 Millionen Aktien dazu. Coatue Management von Philippe Laffont erwarb mehr als 4 Millionen Aktien.

Snowflake ist ein neuartiger Anbieter von Clouddiensten, der sich nicht auf Abonnements stützt. Vielmehr basiert das Betriebsmodell von Snowflake auf der Nutzung. Je mehr Daten gespeichert werden und je mehr Snowflake Compute Credits verwendet werden, desto höher sind die Gebühren für die Nutzer. Dieses Pay-as-you-go-Modell ist außergewöhnlich transparent und wird von den Kunden offenbar gut angenommen.

Da Snowflake außerdem auf anderen Cloud-Infrastrukturdiensten wie S3 und Azure aufbaut, umgeht es eines der größten Probleme auf der Infrastrukturebene: den Informationsaustausch. Konkurrierende Infrastrukturdienste erschweren dies, aber die Software von Snowflake durchbricht diese Barriere, indem sie S3, Azure und andere Plattformen einbezieht.

Die Profis rechnen für die kommenden Jahre mit einem hohen zweistelligen Wachstum. Dafür greifen sie tief in die Tasche: Die Aktie wird zum 67-Fachen des erwarteten Umsatzes gehandelt. Für mich persönlich ist das allerdings schlicht zu viel.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway, Datadog, Innovative Industrial Properties, Pinterest und Snowflake Inc. Sean Williams besitzt Aktien von Pinterest. Dieser Artikel erschien am 25.11.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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