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4x Report KW 23

EUWAX

Auslandsmarktbericht der Börse Stuttgart

FAANG im Visier - SoftBank nimmt Teilgewinne mit - Teva auf 20 Jahrestief - Gazprom-ADRs weiterhin gesucht

Der amerikanische Aktienmarkt konnte die Verluste vom Montag durch die Zuwächse in den Folgetagen wieder aufholen. Zur Wochenmitte schloss der Dow Jones bei 25.540 Punkten und damit nur knapp unter dem Stand der Vorwoche. Die Unruhe am Montag wurde von den FAANG-Aktien ausgelöst, denn diese Unternehmen geraten ins Visier der amerikanischen Wettbewerbsbehörde FTC. Sollte deren Marktmacht eingeschränkt werden, würde dies zu Lasten des Gewinns gehen. Die Aktien von Facebook (WKN: A1JWVX) verloren 7,5 Prozent, Googlemutter Alphabet (WKN: A14Y6F) sechs Prozent und Amazon (WKN: 906866) wurde 4,6 Prozent leichter gehandelt. Zu den FAANG-Aktien gehören außerdem noch Apple (WKN: 865985) und Netflix (WKN: 552484). Wie vor Wochen angekündigt hat nun DowDuPont den zweiten Schritt der Aufspaltung vollzogen. Unter Corteva (WKN: A2PKRR) firmiert die Agrarchemiesparte. Nachdem seit April die Kunststoffsparte unter Dow Inc. (WKN: A2PFRC) firmiert, notiert nun der Rest unter DuPont (WKN: A2PLC7). Zum letzten Mal wurde per Ende März ein Quartalsbericht gemeinsam erstellt. Vom Quartalsumsatz in Höhe von 19,60 Milliarden Dollar entfielen 10,8 Milliarden Dollar auf Dow Inc. (WKN: A2PFRC), 5,4 Milliarden Dollar auf DuPont (WKN: A2PLC7) und 3,4 Milliarden Dollar auf Corteva (WKN: A2PKRR).

Der Nikkei225 konnte im Wochenvergleich fast das Niveau der Vorwoche halten. Zwischendurch lag der Index drei Prozent im Minus. Mit zeitweise vier Prozent Kursverlust reagierte am Donnerstag der Aktienkurs von Nissan (WKN: 853686) auf die Meldung, dass der Zusammenschluss mit Renault (WKN: 893113) aus Frankreich abgeblasen wurde. In dieser Woche gab die Beteiligungsgesellschaft SoftBank (WKN: 891624) bekannt, dass sie sich teilweise von ihrem Bestand an Alibaba Aktien (WKN: A117ME) trennen wird. Sie bleibt mit 26 Prozent SoftBank der größte Aktionär von Alibaba.

Neue 20 Jahres-Tiefstände markierten die Aktien des israelischen Pharmakonzerns Teva (WKN: 883035). Das Unternehmen ist auf Generika spezialisiert und in Deutschland vor allem mit der Marke Ratiopharm bekannt. Bereits vor zwei Wochen kamen die Papiere unter Druck, weil Teva verdächtigt wird, an illegalen Preisabsprachen beteiligt zu sein. Einen Vergleich mit dem US-Staat Oklahoma über 85 Millionen Dollar sorgte für weitere Verkaufsstimmung. Die gesamte finanzielle Belastung könnte bei einer Verurteilung Tevas bei mehreren hundert Millionen Dollar liegen. Gegen Mitte der Woche konnten sich die Börsenpreise für Teva wieder etwas stabilisieren. Viele deutsche Anleger griffen auf niedrigem Kursniveau zu und kauften, meinte Steffen Kircher von der Baader Bank AG in Stuttgart.

Für die Aktionäre des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom (WKN: 903276) setzte sich der erfreuliche Trend der Vorwochen weiterhin fort. Nach der Präsentation der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019, der Gewinn konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 44 Prozent gesteigert werden, folgten Kaufempfehlungen von Investmentbanken. Getrieben von charttechnischen Kaufsignalen und Shorteindeckungen schoss der Kurs des Gazprom ADRs am Montag von 5,80 Euro auf 6,70 Euro nach oben. Hier setzten Gewinnmitnahmen ein und der Kurs ermäßigte sich im Wochenverlauf auf 6,30 Euro. Trotzdem steht ein Wochengewinn von acht Prozent zu Buche. Der Kursanstieg seit dem 13. Mai beträgt sogar stolze 43 Prozent. Die Veränderung in der Dividendenpolitik des Unternehmens sorgte für dieses Comeback der Gazprom-Aktie, erklärte Frank Lötterle von der Baader Bank AG in Stuttgart. Der Gasriese ist somit nach langer Zeit wieder das teuerste Unternehmen in Russland.

Disclaimer:
Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

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