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Aktien Frankfurt: Anleger halten sich bedeckt - Syrien-Konflikt bleibt Thema

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Montag nach seiner jüngsten Erholung eher kraftlos gezeigt. Zwar beruhigte das Ausbleiben einer weiteren Eskalation des Syrien-Konflikts die Anleger, für größere Gewinne fehlten allerdings die Impulse. So schwelen geopolitische Risiken weiter im Hintergrund. Nach anfangs etwas deutlicheren Gewinnen notierte der Dax gegen Mittag noch 0,19 Prozent im Plus bei 12 465,78 Punkten.

Bereits vor dem Wochenende war der Index am Widerstand um die 12 515 Punkte abgeprallt. Darüber läge dann bei der 200-Tage-Linie um die 12 660 Zählern die nächste größere Hürde. Dieser 200-Tage-Durchschnittkurs gilt als ein Indikator für den längerfristigen Trend.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax gewann zum Wochenstart 0,05 Prozent auf 25 644,04 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,18 Prozent auf 2624,93 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg ebenfalls moderat.

An den Finanzmärkten war mit einem militärischen Angriff gegen Syrien als Antwort auf einen vermeintlichen Giftgaseinsatz in dem Land gerechnet worden. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump kurz nach den Militärschlägen mitgeteilt, dass die "Mission vollendet" sei. Dennoch bleibt das Risiko, dass sich der Konflikt zwischen den USA und Russland um das Bürgerkriegsland Syrien weiter hochschaukelt. So kündigten die USA neue Sanktionen gegen Russland an.

Spitzenreiter im Dax waren die Aktien der Lufthansa mit einem Plus von 1,66 Prozent im Zuge sinkender Ölpreise. Bei den Aktien von Volkswagen nahmen Anleger nach dem jüngsten Anstieg infolge des Wechsels an der Konzernspitze erst einmal Gewinne mit. Die Papiere büßten mehr als 1 Prozent ein. Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Covestro waren indes nur optisch schwach. Sie wurden am Montag um die Dividendenzahlung bereinigt gehandelt.

Im TecDax brachen die Aktien der Software AG nach überraschend schwachen Zahlen für das erste Quartal um rund 4 Prozent ein. Grund war unter anderem ein schwächelndes Geschäft mit Integrationssoftware (DBP). Dass der Konzern an seinen Jahreszielen festhielt und das Geschäft mit der Vernetzung von Maschinen (IoT - Internet of Things) und der Software zur Miete aus dem Internet (Cloud) nach einem rasanten Wachstum sogar schneller wachsen soll, half den Aktien nicht.

Die Papiere des Medizintechnikunternehmens Carl Zeiss Meditec fielen um mehr als 1 Prozent, nachdem die britische Bank HSBC ihre Kaufempfehlung gestrichen hatte. Puma-Papiere büßten rund 2 Prozent ein. Hier raten die Analysten von Warburg Research nach den jüngsten Kursgewinnen nur noch zum Halten.

Für die Anteilsscheine der Start-up-Schmiede Rocket Internet ging es nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs um 1,77 Prozent nach oben./mis/fba

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