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Aktien Frankfurt: Anleger zaudern nach Dax-Erholung - Syrien im Fokus

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax ist am Montag nach seiner Erholung der vergangenen Wochen die Luft ausgegangen. Zwar beruhigte das Ausbleiben einer weiteren Eskalation des Syrien-Konflikts die Anleger ein Stück weit, positive Impulse fehlten aber. Zudem schwelen geopolitische Risiken weiter. Nach anfänglichen Gewinnen fiel der Dax bis zum Nachmittag um 0,09 Prozent auf 12 430,85 Punkte.

Bereits vor dem Wochenende war der Index am Widerstand um die 12 515 Punkte abgeprallt. Darüber läge dann bei der 200-Tage-Linie um die 12 660 Zähler die nächste größere Hürde. Dieser 200-Tage-Durchschnittkurs gilt als ein Indikator für den längerfristigen Trend.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax fiel zum Wochenstart um 0,27 Prozent auf 25 561,75 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,31 Prozent auf 2612,05 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank ebenfalls moderat.

An den Finanzmärkten war mit einem militärischen Angriff gegen Syrien als Antwort auf einen vermeintlichen Giftgaseinsatz in dem Land gerechnet worden. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump kurz nach den Militärschlägen mitgeteilt, dass die "Mission vollendet" sei. Dennoch bleibt das Risiko, dass sich der Konflikt zwischen den USA und Russland um das Bürgerkriegsland Syrien weiter hochschaukelt. So kündigten die USA neue Sanktionen gegen Russland an.

Spitzenreiter im Dax waren die Aktien der Lufthansa mit einem Plus von knapp 2 Prozent im Zuge sinkender Ölpreise. Bei den Aktien von Volkswagen nahmen Anleger nach dem jüngsten Anstieg infolge des Wechsels an der Konzernspitze erst einmal Gewinne mit. Die Papiere büßten mehr als 1 Prozent ein. Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Covestro waren indes nur optisch schwach. Sie wurden am Montag um die Dividendenzahlung bereinigt gehandelt.

Im TecDax brachen die Aktien der Software AG nach überraschend schwachen Zahlen für das erste Quartal um dreieinhalb Prozent ein. Grund war unter anderem ein schwächelndes Geschäft mit Integrationssoftware (DBP). Dass der Konzern an seinen Jahreszielen festhielt und das Geschäft mit der Vernetzung von Maschinen (IoT - Internet of Things) und der Software zur Miete aus dem Internet (Cloud) nach einem rasanten Wachstum sogar schneller wachsen soll, half den Aktien nicht.

Die Papiere des Medizintechnikunternehmens Carl Zeiss Meditec fielen um fast 1 Prozent, nachdem die britische Bank HSBC ihre Kaufempfehlung gestrichen hatte. Puma-Papiere büßten rund zweieinhalb Prozent ein. Hier raten die Analysten von Warburg Research nach den jüngsten Kursgewinnen nur noch zum Halten.

Für die Anteilsscheine der Start-up-Schmiede Rocket Internet ging es nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs um ein halbes Prozent nach oben.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,35 Prozent am Freitag auf 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 140,07 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,22 Prozent auf 158,95 Punkte.

Der Kurs des Euro stieg auf 1,2366 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2317 Dollar festgesetzt./mis/fba

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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