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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax stabil erwartet - 13 000 Punkte bleiben im Blick

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt von positiven Impulsen aus Übersee dürfte sich der Dax am Donnerstag stabil halten. Die Marke von 13 000 Punkten bleibt damit weiter im Visier. Der X-Dax als vorbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex legte rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart um 0,01 Prozent auf 12 972 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 dürfte ebenfalls nahe an seinem Vortagesschluss starten. An der Wall Street hatte es tags zuvor neue Rekorde gegeben und auch an den asiatischen Börsen war die Stimmung positiv.

"Same procedure" wie die vorangegangenen Tage, also mehr vom Gleichen, kommentierte Analyst Christian Schmidt von der Helaba. Unter dem Strich bewege sich der Dax innerhalb einer überschaubaren Spannbreite, ohne dabei eine klare Tendenz auszubilden, wobei sich auf der Oberseite die 13 000er Marke als schwer zu überwindende Hürde darstelle.

Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung machte deutlich, dass die schwache Inflation der Fed weiterhin Sorgen bereitet. Dennoch bleiben viele Fed-Mitglieder davon überzeugt, dass eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr gerechtfertigt sei, wobei die von der Wirtschaftsentwicklung abhängig bleibt.

In der Katalonien-Krise gibt es derweil laut übereinstimmenden Presseberichten nun zwei Ultimaten der spanischen Zentralregierung. Bis Montag muss der katalanische Regionalregierungschef Carles Puigdemont erklären, ob er bei seiner Rede am Dienstagabend die Unabhängigkeit der Region erklärt hat oder nicht. Bis spätestens Donnerstag kommender Woche muss Puigdemont wieder die verfassungsmäßige Ordnung Spaniens respektieren.

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien der Lufthansa im Blick bleiben. Sie legten vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Kernhandelsschluss um 1,5 Prozent zu. Knapp zwei Monate nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin wird am Donnerstag eine Entscheidung über die Aufteilung der Fluggesellschaft erwartet. Lufthansa will einen großen Teil der Air-Berlin-Maschinen übernehmen. Zudem gibt es positive Analystenkommentare, etwa vom US-Analysehaus Bernstein und der britischen Bank HSBC.

Der Flughafenbetreiber Fraport meldete am Morgen Verkehrszahlen, die Papiere gewannen auf Tradegate 0,6 Prozent.

Südzucker , die am Vortag dank der Prognoseanhebung ihrer Bioethanol-Tochter Cropenergies um etwas mehr als 2 Prozent zugelegt hatten, stiegen nun auf Tradegate um weitere 1,5 Prozent. Allerdings nannte ein Händler die an diesem Morgen vorgelegten eigenen Zahlen des Zuckerkonzerns zum zweiten Geschäftsquartal "leicht enttäuschend".

Wegen Analystenstudien könnten zudem noch die Anteile des Autobauers Volkswagen (VW) und die des Außenwerbe-Spezialisten Ströer Aufmerksamkeit auf sich ziehen. VW gewannen auf Tradegate 0,8 Prozent. Bernstein-Analyst Max Warburton empfiehlt die Aktie trotz des noch nicht abgehakten Diesel-Skandals wegen ihrer seines Erachtens "attraktiven Bewertung" nun zum Kauf. Die HSBC hingegen entzog Ströer die Kaufempfehlung und nannte in erster Linie Bewertungsgründe. Die Papiere büßten auf Tradegate zuletzt 1,2 Prozent ein./ck/stk

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