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Aktien Frankfurt Ausblick: Die Verkaufswelle rollt weiter

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Angst vor steigenden Kapitalmarktzinsen treibt die Anleger am Donnerstag weiter in Scharen in die Flucht. Am Tag nach dem größten Kursrutsch seit mehreren Monaten wird der Dax zum Handelsbeginn auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2017 erwartet. Der XDax als vorbörslicher Indikator für den Leitindex deutet rund eine Stunde vor der Startglocke auf einen neuerlichen Verlust von gut einem Prozent für den Dax hin. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte ähnlich stark fallen.

Zuvor war der Kursrutsch in New York weitergegangen und über Nacht nach Asien übergeschwappt. Nach dem Handelsschluss am deutschen Markt war der Dow Jones Industrial immer mehr unter Druck geraten. Mit den herben Verlusten in New York fiel Händlern zufolge eine in den vergangenen Wochen wesentliche Stütze auch für den deutschen Markt weg.

Marktexperte Maneesh Deshpande von der britischen Bank Barclays sieht derzeit zwei große Belastungsfaktoren für die zuletzt gut gelaufenen US-Börsen: Einerseits die Sorge vor noch stärker steigenden Zinsen in den USA. Andererseits der Druck, den US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit auf China ausübt. Weltweit steigende Volatilitätsindizes sind der Ausdruck dessen. Sie bilden die Risikoscheu von Anlegern ab. "Die Bären haben die Bullen erstmal in die Flucht geschlagen", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

In diesem tristen Umfeld dürften Anleger verstärkt auf Branchen setzen, die für stabile Erträge und Dividenden stehen wie Telekomwerte, die Immobilienbranche und Lebensmittelhersteller. Meiden dürften Investoren dagegen konjunkturabhängige Aktien wie Technologietitel, den Automobilsektor und Maschinen- und Anlagenbauer.

Heraus stechen im vorbörslichen Handel Bayer -Aktien, die auf Tradegate um knapp 6 Prozent stiegen im Vergleich zum Xetra-Schluss. Im US-Prozess um angebliche Krebsrisiken von Unkrautvernichtern der Tochter Monsanto bahnt sich eine Kehrtwende an: Die zuständige Richterin machte dem Bayer-Konzern Hoffnung auf eine deutlich geringere Strafe. Der Fall ist für Bayer enorm wichtig, es geht um ein 289 Millionen Dollar (251 Mio Euro) schweres Urteil, das Signalwirkung für Tausende weitere Klagen hat.

Papiere von Dialog Semiconductor wurden von einer Partnerschaft des Chip-Herstellers mit dem wichtige Kunden Apple befeuert. Sie schnellten vorbörslich um 17 Prozent nach oben. Dialog erhält von Apple 600 Millionen US-Dollar für die Lizenzierung von Chips für das Power Management in Geräten von Apple. Zudem beauftragte Apple das Unternehmen mit der Entwicklung und Lieferung weiterer Komponenten.

Papiere des Anlagenbauers Gea büßten vorbörslich 2,6 Prozent ein, das Unternehmen hatte die Gewinnprognose gekappt. Bei Südzucker ist der operative Gewinn im zweiten Geschäftsquartal eingebrochen, die Papiere gerieten daraufhin unter Druck./bek/men

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