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Aktien Frankfurt: Dax schwankt um 12 000 Punkte - US-Daten, Nordkorea

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Freitagnachmittag nach Veröffentlichung von US-Verbraucherpreisen etwas berappelt und die Marke von 12 000 Punkten kurzzeitig zurückerobert. Zuletzt stand der deutsche Leitindex mit minus 0,14 Prozent auf 11 997,18 Punkten aber wieder knapp darunter. Auf Wochensicht steuert der Dax nun auf einen Verlust von 2,4 Prozent zu. Der Preisauftrieb in den Vereinigten Staaten war im Juli geringer als erwartet.

Bis zur Bekanntgabe der US-Daten hatte der Dax wegen der Nordkorea-Krise teils deutlich unter 12 000 Punkten notiert. Am Wochenende könne viel passieren, daher gingen Aktienanleger bis zum Handelsschluss am Freitag wohl keine unnötigen Risiken mehr ein, sagte Analyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Denn die Kurse könnten am Montag sehr anfällig reagieren, sollte das verbale Wortgefecht zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in eine nächste Runde gehen oder sogar noch Schlimmeres geschehen.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Freitagnachmittag um 0,89 Prozent auf 24 403,00 Punkte abwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 1,04 Prozent auf 2210,05 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte 0,66 Prozent schwächer.

'AUS TRUMP-RALLY WIRD TRUMP-KORREKTUR'

Die Nervosität an den Märkten rund um den Globus nahm vor dem Wochenende angesichts weiterer Drohungen des US-Präsidenten gegen Nordkorea zu. Aus der einstigen Trump-Rally am Aktienmarkt könnte nun die Trump-Korrektur werden, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Trump hatte im Atomkonflikt mit Nordkorea seine "Feuer-und-Wut"-Rede verteidigt. Möglicherweise sei sie sogar nicht scharf genug gewesen, sagte er.

Im Dax verloren die Papiere des Chipherstellers Infineon als einer der schwächsten Index-Werte mehr als eineinhalb Prozent. Technologieaktien reagieren in einem schwächeren Gesamtmarkt mitunter besonders sensibel. Die Anteile der Deutschen Bank büßten nach einem negativen Analystenkommentar rund 1 Prozent ein. Analyst Alevizos Alevizakos von der HSBC sieht bei den Deutschen keine wirklichen Fortschritte und stufte die Papiere daher auf "Reduce" ab.

AMAZON SETZT CTS UNTER DRUCK

Im MDax brachen die Aktien von CTS Eventim um mehr als viereinhalb Prozent ein. Der Grund sind Sorgen um ein Vordringen von Amazon auf den Ticketmarkt. Die Papiere von Deutsche Wohnen verloren nach der Vorlage von Zahlen gut 2 Prozent. Der Immobilienkonzern hatte den Ausblick auf 2017 bestätigt. Einige Analysten hätten aber auf eine Anhebung gehofft, sagten Händler. Für Papiere des Versorgers Innogy ging es nach Halbjahreszahlen ebenfalls um gut 2 Prozent runter.

Am TecDax-Ende weiteten die Papiere von SLM Solutions ihre Verluste der vergangenen Tage noch einmal aus. Die Titel des Herstellers von 3D-Druckern verloren zuletzt mehr als fünfeinhalb Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,20 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,21 Prozent auf 141,60 Punkte. Der Bund Future legte um 0,07 Prozent auf 164,35 Punkte zu. Der Euro sprang nach den US-Verbraucherpreisen wieder über 1,18 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1732 (Mittwoch: 1,1731) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8523 (0,8524) Euro./ajx/fbr


Von Achim Jüngling, dpa-AFX

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