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Aktien Frankfurt: Rally nach Ölpreis-Schock vorerst beendet - Warten auf die Fed

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Drohnen-Angriffe auf die wichtigste Ölraffinerie Saudi-Arabiens und ein damit einhergehender Ölpreisanstieg haben am Montag die Rally am deutschen Aktienmarkt zunächst beendet. Der Dax verlor am Nachmittag 0,56 Prozent auf 12 398,47 Zähler. Zuvor hatte der deutsche Leitindex acht Handelstage in Folge Gewinne verbucht. Noch am vergangenen Freitag hatte das Barometer an der Marke von 12 500 Punkten gekratzt und damit seit seinem August-Tief fast elf Prozent dazu gewonnen.

Die jüngste Dax-Rally werde nun einem ersten Belastungstest unterzogen, kommentierte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. "Aus Angst vor Lieferengpässen springen die Ölpreise nach oben und werden damit zunächst zur Belastung für eine mögliche Erholung der Weltwirtschaft, auf die die Investoren nach den zuletzt versöhnlichen Tönen im US-chinesischen Handelsstreit gesetzt hatten", so der Analyst.

Die jemenitischen Huthi-Rebellen hatten sich zu der Attacke im Nachbarland Saudi-Arabien bekannt und weitere Angriffe angekündigt. US-Energieminister Rick Perry machte dagegen den Iran dafür verantwortlich.

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Für den MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte ging es am Montag um 1,14 Prozent bergab auf 25 958,54 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verlor 0,59 Prozent. Neben den Turbulenzen am Ölmarkt trübten zudem schwache Konjunkturdaten aus China das Bild zum Wochenauftakt.

Ob die Rally am deutschen Aktienmarkt tatsächlich beendet ist oder möglicherweise nur zeitweise unterbrochen, könnte sich schon zur Wochenmitte zeigen, wenn der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ansteht. Erwartet wird, dass die Währungshüter die Zinsen senken. Entscheidend für die Börsen werde aber sein, ob und gegebenenfalls wie klar sich die Fed zu weiteren Zinssenkungen bekenne, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Börsianer gingen aktuell von einer weiteren Zinssenkung im Oktober oder im Dezember aus.

Unter dem Ölpreis-Schock litten am Montag im Dax die Papiere der Lufthansa . Als schwächster Index-Wert verloren die Anteile der Fluggesellschaft 3,7 Prozent. In einem von Überkapazitäten geprägten Umfeld seien höhere Treibstoffpreise das Letzte, was der Sektor braucht, schrieb Analyst Daniel Roeska von Bernstein Research. Die Lufthansa sei gegen Ölpreisschwankungen aber recht gut abgesichert.

An der Dax-Spitze gewannen Wirecard 1,7 Prozent. Der Zahlungsdienstleister will über einen Ausbau der Zusammenarbeit mit dem chinesischen Kreditkartenriesen Unionpay die Geschäfte in China ankurbeln. Dies stütze seine Einschätzung, dass die Beschleunigung des organischen Wachstums in vergangenen Jahren und im bisherigen Jahresverlauf kein einmaliger Erfolg war, schrieb Analyst Knut Woller von der Baader Bank in einer aktuellen Studie.

Im MDax warfen Anleger erneut einen Blick auf Osram . Der österreichische Halbleiterhersteller AMS senkte die Mindestannahmequote für seine Offerte für den Münchner Konkurrenten. Die Schwelle liege nun bei 62,5 Prozent anstelle der zuvor angestrebten 70 Prozent, wie AMS mitteilte. Osram empfiehlt nun seinen Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots. Die Osram-Titel legten um 0,5 Prozent zu.

Morphosys reagierten am Nachmittag nur wenig auf einen eingereichten Zulassungsantrag des Lizenzpartners Janssen für das Mittel Guselkumab bei Arthritis. Zuletzt notierten die Papiere des Antikörperspezialisten etwas schwächer.

Airbus rutschten um 3,8 Prozent ab. Ein Medienbericht, dem zufolge die Welthandelsorganisation (WTO) die Subventionen der Europäischen Union für den Flugzeugbauer für widerrechtlich und Strafzölle der USA auf europäische Importgüter mithin für rechtens erklären dürfte, seien nicht gerade hilfreich, schrieb JPMorgan-Analyst David Perry.

Stark ins Trudeln gerieten die noch im SDax und ab kommender Woche im MDax notierenden Aktien der Compugroup nach Senkung der Gewinnprognose. Grund sind angefallene Kosten für eine geplatzte Übernahme, wie der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte Softwarehersteller meldete. Die Aktien verloren 4,2 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,49 Prozent am Freitag auf minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,08 Prozent auf 145,58 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,45 Prozent auf 173,01 Zähler.

Der Kurs des Euro sank. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1032 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1096 Dollar festgesetzt./ajx/stk


Von Achim Jüngling, dpa-AFX

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