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Aktien Frankfurt: Wall-Street-Rekorde treiben vor Hexensabbat an

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die gute Laune der Anleger an der Wall Street hat am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt erfasst. Sowohl der US-Leitindex Dow Jones Industrial als auch der marktbreite S&P 500 hatten am Vortag neue Rekorde aufgestellt. In Asien gab es ebenfalls Gewinne.

Der Dax zog in der Spitze bis auf 12 458 Punkte an und stand gegen Mittag noch 0,57 Prozent höher auf 12 396,91 Punkten. Damit zeichnet sich für den deutschen Leitindex die zweite starke Woche hintereinander ab. Der Index der mittelgroßen Werte MDax verbesserte sich um 0,12 Prozent auf 26 357,61 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,23 Prozent hoch auf 2831,24 Punkte. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 stand 0,67 Prozent höher.

Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets traut dem Dax in den nächsten Wochen einen Zuwachs von 1000 Punkten zu. Den stark gestiegenen Indizes in Japan und den USA hinke das deutsche Barometer derzeit hinterher. Der Wirtschaft dieser Länder gehe es gut. Und weil es auch der deutschen Wirtschaft gut gehe, sei es vorstellbar, dass Investoren bald auch den Dax wiederentdeckten und beherzt zugriffen.

An diesem Freitag müssen Anleger aber noch größere Schwankungen einkalkulieren: Denn an den Terminbörsen ist um die Mittagszeit der große Verfall von Terminkontrakten, der Hexensabbat. Vom großen Verfall sprechen Börsianer immer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt.

"Spannend wird sein, ob die gute Stimmung an den Börsen auch über den Optionsverfall hinaus anhält", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Es wäre nicht das erste Mal, dass sich das Börsenwetter nach einem großen Verfalltermin ändert. Genau wie beim Wetter draußen können auch an der Börse schnell die ersten Herbststürme aufziehen", merkte der Portfolio-Manager an.

Vor dem Wochenende werden zudem Dax, MDax & Co letztmals in alter Zusammensetzung gehandelt, bevor die Indexreform der Deutschen Börse ab Montag gravierende Änderungen bringt - unter anderem Doppellistings. Technologieaktien aus dem TecDax erhalten dann auch Zugang zum MDax und SDax. Daher wird der MDax von bisher 50 auf dann 60 Werte ausgeweitet. Der SDax wird von 50 auf 70 Werte aufgestockt. Der TecDax enthält weiterhin 30 Werte. Das Dax-Gründungsmitglied Commerzbank scheidet aus dem deutschen Leitindex aus. Der Zahlungsabwickler Wirecard rückt dafür in die erste Börsenliga auf.

Unternehmensseitig steht vor dem Wochenende nicht viel auf der Agenda. Im Fokus steht der Essenslieferant Delivery Hero , dessen Aktien im MDax ihre Anfangsgewinne schnell abgaben und zuletzt 1,8 Prozent tiefer standen. Der US-Fahrdienstvermittler Uber ist Kreisen zufolge an einem Kauf am Rivalen Deliveroo interessiert. An der Börse wurde zunächst die Branchenfantasie gespielt, dann aber stellten Marktteilnehmer auf den steigenden Wettbewerbsdruck ab.

Aus Branchensicht waren Finanz- und Automobilwerte weiter gefragt. Munich Re verbesserten sich um 1,1 Prozent. Commerzbank verbuchten an ihrem letzten Tag im Dax ein Plus von 0,5 Prozent. An der Dax-Spitze gewannen Daimler 1,8 Prozent. Im SDax verzeichneten Südzucker nach negativen Analystenkommentaren Kurseinbußen von mehr als 6 Prozent./ajx/fba


Von Achim Jüngling, dpa-AFX

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