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Aktien Frankfurt: Wieder Verluste - Spanien-Sorgen und China belasten

dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Anhaltende Sorgen um Spanien und enttäuschte Hoffnungen auf wachstumsfördernde Maßnahmen in China haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch wieder ins Minus gedrückt. Bis zum Mittag sank der Dax ${Index:83327} um 1,04 Prozent auf 6.330,10 Punkte. Am Vortag hatte der Leitindex noch 1,16 Prozent höher geschlossen. Der MDax ${Index:83277} gab am Mittwoch 1,32 Prozent auf 10.279,77 Punkte ab und der TecDax ${Index:7936161} verlor 0,83 Prozent auf 758,18 Punkte. Ein Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, wonach die chinesische Regierung kein großes Konjunkturprogramm plant, habe die Stimmung an den Börsen gedämpft, sagten Marktexperten. In Europa sorge derweil die Zurückhaltung der Europäischen Zentralbank (EZB) bei den Hilfen für die in Schieflage geratene Bankia-Sparkasse für Unsicherheit. Zudem stieg die Rendite für fünfjährige spanische Staatsanleihen erstmals seit Ende November über sechs Prozent und eine Auktion italienischer Staatsanleihen verlief enttäuschend. Der Euro zeugte mit einem neuerlichen Tiefststand seit Juli 2010 ebenfalls von der Unsicherheit im Markt. Am Nachmittag könnten noch Daten zum US-Häusermarkt für Bewegung sorgen. AKTIENRÜCKKAUF STÜTZT DEUTSCHE BÖRSE Den Aktien der Deutschen Börse ${Stock:3459922} reichte dank angekündigter Aktienrückkäufe Programms ein Minus von 0,32 Prozent auf 38,680 Euro für einen der vordersten Dax-Plätze. Der Börsenbetreiber plant, bis Ende Juli für rund 100 Millionen Euro eigene Aktien zurückzukaufen. Die Maßnahme finde im Rahmen des für 2012 geplanten Rückkaufvolumens von insgesamt bis zu 200 Millionen Euro statt, heißt es weiter. Einem Händler zufolge ist das moderat positiv für die Aktie. Als klarer Spitzenreiter und einziger Gewinner stiegen die Papiere der Metro ${Stock:82930} um 1,61 Prozent. Der Handelskonzern verkauft die britische Großhandelsgesellschaft Marko an die Booker Group. Börsianer sahen die Transaktion angesichts des geringen Volumens weniger als Kurstreiber denn als Anlass, bei der zuletzt abgestraften Aktie einzusteigen. Die Bankenwerte gaben indes nach und folgten damit dem europweit schwachen Branchentrend. Händler werteten einen Bericht der 'Financial Times' (FT) negativ, wonach die EZB die von der spanischen Regierung geplante Sanierung von Bankia mit Staatsanleihen ablehnt. Das trübe die ohnehin schlechte Stimmung in dem Sektor noch weiter ein. Hinzu komme ein Bericht im britischen 'Telegraph', wonach Barclays den geplanten Verkauf seiner Sparten in Frankreich und Italien aufgibt. Die Aktien der Deutschen Bank ${Stock:81348} fielen um 1,44 Prozent auf 28,810 Euro zurück und die Commerzbank-Titel ${Stock:83139} büßten 1,04 Prozent ein. AUSSAGEN ZU ASIEN BELASTEN BASF Bei BASF ${Stock:34694526} sorgte ein Bericht der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (FAZ) für Kursverluste von 1,47 Prozent. Dem zufolge sieht Martin Brudermüller, Chef des Asiengeschäfts bei dem Chemiekonzern und stellvertretender Vorstandschef, in Asien insgesamt 'derzeit nicht die Dynamik, die man erwarten könnte'. 'BASF ist mit seinen Aussagen recht konservativ, aber die Region Asien ist sehr wichtig für das Unternehmen', sagte ein Börsianer. Entsprechend belaste der Bericht. Im TecDax gaben die Anteilsscheine von Süss Microtec um gut drei Prozent nach. Als Grund sahen Händler die Nachricht vom Vorabend, dass Finanzvorstand Michael Knopp gut ein Drittel seiner Aktien verkauft hat./gl/ag --- Von Gerrold Löhle, dpa-AFX ---

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