Aktien New York: Dow bleibt unter Druck - Tech-Werte erholen sich

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street hat der Dow Jones Industrial am Freitag weiter nachgegeben. Die Inflationsängste blieben das bestimmende Thema, auch wenn sich die Lage am Anleihemarkt vorerst beruhigt hat. Zuletzt waren dort die Renditen aus Furcht vor einer strafferen Geldpolitik zur Abwehr inflationärer Tendenzen in die Höhe geschnellt. Steigende Zinsen lassen Anleihen im Vergleich zu Aktien in einem besseren Licht erscheinen.

Der Dow fiel um 1,11 Prozent auf 31 053,18 Punkte. Erst am Mittwoch hatte das Börsenbarometer nach dem Beruhigungsversuch von Notenbankchef Jerome Powell zur Geldpolitik ein Rekordhoch erreicht.

Der marktbreite S&P 500 hingegen bewegte sich am Freitag bei 3828,18 Punkten kaum vom Fleck. Der technologielastige Nasdaq 100 erholte sich etwas von seinem Kurssturz am Donnerstag und stieg um 1,01 Prozent auf 12 958,25 Punkte.

Trotz der jüngeren Verluste seien die Märkte derzeit jedoch weit davon entfernt, im freien Fall zu sein, schrieb Craig Erlam vom Broker Oanda. So lägen die Renditen der US-Anleihen im Vergleich zu ihren historischen Werten weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Am Dow-Ende sackten die Aktien von Salesforce um mehr als fünf Prozent ab. Der Softwarekonzern schaut dank offenbar wieder anziehenden Kundeninteresses auf den ersten Blick überraschend optimistisch in die Zukunft. Der Experte Mark Moerdler vom Analysehaus Bernstein Research aber sorgte sich vor einem nachlassenden Erlöswachstum und um die Nachhaltigkeit der Margen. Zudem preise der Ausblick des Unternehmens Zukäufe mit ein. Diese herausgerechnet lägen die Wachstumsziele des Konzerns unter dem längerfristigen Horizont.

Die Investoren griffen dagegen kräftig bei den Papieren des Appartment-Vermittlers Airbnb zu, der trotz eines Mega-Verlusts im vergangenen Jahr offenbar besser durch die Krise kommt als gedacht. Nach dem heftigen Einbruch zu Beginn der Pandemie erholte sich das Geschäft zuletzt deutlich. Die Anteilscheine schnellten um gut 14 Prozent in die Höhe.

Im Blick nach den heftigen Kurskapriolen der jüngsten Zeit blieb der kriselnde Videospielhändler Gamestop . Am Freitag lag das Papier, das zum Spielball von Spekulanten geworden ist, zehn Prozent im Minus./la/he

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12.04.2021, 23:20, BNP Paribas Indikation

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