Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Prag und Warschau legen zu

dpa-AFX

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU/MOSKAU (dpa-AFX) - Die großen Börsen in Mittel- und Osteuropa haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Unterstützend wurde zum Wochenauftakt eine positive Stimmung an den internationalen Leitbörsen gewertet.

Für eine höhere Risikoneigung der Anleger sorgten international vor allem Nachrichten zu einem möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus. Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte dem US-Pharmakonzern Pfizer und der Firma Biontech aus Mainz ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für zwei mögliche Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus.

In Prag ging es für den Leitindex PX um 1,14 Prozent auf 952,47 Punkte nach oben. Vor allem die schwer gewichteten Bankentitel der Erste Group unterstützten den PX. Die Aktionäre des österreichischen Finanzhauses konnten sich über ein Kursplus von 2,2 Prozent freuen. Im Energiesektor stiegen CEZ -Titel um 0,4 Prozent. Die Papiere des Softwareunternehmens Avast zogen um 2,4 Prozent an.

In Warschau verbuchte der Leitindex Wig-20 ein Plus von 0,24 Prozent auf 1801,64 Zähler. Der breiter gefasste Wig kletterte um 0,46 Prozent auf 51 168,14 Punkte. Unter den Schwergewichten in Warschau legten die Aktien des Ölunternehmens PKN Orlen um 1,6 Prozent zu. Die Papiere des Kupferherstellers KGHM sprangen um 5,6 Prozent hoch.

In Polen rückte auch die Politik ins Blickfeld der Akteure. Bei der Präsidentenwahl steht Amtsinhaber Andrzej Duda nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Herausforderer Rafal Trzaskowski vor einem Wahlsieg. Nach Auszählung von 99,97 Prozent der Wahlkreise hat Duda 51,2 Prozent der Stimmen erhalten, Trzaskowski knapp 48,8 Prozent.

In Budapest gab es hingegen Verluste. Der ungarische Leitindex Bux ging mit einem Abschlag von 0,71 Prozent auf 35 335,86 Punkte aus dem Handel. Eine positive Stimmung an den meisten europäischen Märkten konnte in Budapest nicht beflügeln. Auf dem Bux lasteten vor allem die Kursabschläge des Pharmaunternehmens Gedeon Richter von 3,3 Prozent und des Ölkonzerns Mol von 2,2 Prozent. Die Anteilscheine der OTP Bank verteuerten sich hingegen um 1,8 Prozent. MTelekom schlossen mit plus 0,9 Prozent.

Auch in Moskau zeigte sich der Leitindex mit einem Verlust. Der RTS Index fiel zum Auftakt der neuen Handelswoche um 0,90 Prozent auf 1234,5 Punkte./ste/APA/bek/he

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