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Aktien weekly: Aktienmärkte scheinen Boden gefunden zu haben. Bisheriger Verlauf der Berichtssaison zufriedenstellend. Dax wieder fair bewertet

HSH NORDBANK
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An den Kapitalmärkten dieser Welt kam es in den vergangenen beiden Handelswochen zu starken Risk-off-Bewegungen. So gab es sichtbare Kurseinbrüche an den Aktienmärkten, bei gleichzeitig steigenden Renditen und einer leichten US-Dollar- Aufwertung, nachdem dieser zuvor kräftig Federn lassen musste. In Folge dieser Bewegungen notieren die von uns betrachteten Indizes im Vergleich zu Ende Januar um rund 8 % niedriger. Wir interpretieren die Kursverluste primär als Folge der Liquidierung von offenen Positionen, technischen Faktoren (Unterschreitung der 50- und 100-Tagelinie) und der kurzzeitigen US-Dollar-Aufwertung. Mittlerweile scheint es, dass die Aktienmärkte auf gegenwärtigem Niveau ihren Boden gefunden zu haben scheinen. Sowohl der Dax als auch der S&P 500 konnten sich hiervon wieder ein wenig erholen. So notiert der DAX gegenwärtig bei 12.419 Punkten (+3,2 %) und der S&P 500 bei 2700 Zählern (+4,5 %). Mit der Rückkehr des Risikoappetits der Anleger, rechnen wir damit, dass die Märkte ihre Verluste wieder vollständig wettmachen können.

Dafür spricht auch, dass der bisherige Verlauf der Berichtsaison für das vierte Quartal 2017 sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks bisher keine größeren Enttäuschungen bereit hielt. Im S&P 500 haben bislang 340 Unternehmen Zahlen vorgelegt. Überraschungen könnten sich allerdings noch im Einzelhandelssektor einstellen, in welchem der Analystenkonsens eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit von höheren Gewinnen sieht. Abgesehen davon, dass die bisherigen Ergebnisse in den USA im Durchschnitt überaus positiv ausfielen, wird auch für den weiteren Verlauf der Berichtssaison erwartet, dass vor allem europäische Unternehmen erfreuliche Zahlen vorweisen werden. Hierfür sprechen verschiedene Faktoren: Der Konsum in Europa, den USA und China war im vergangenen Jahr so gut wie lange nicht. Die Weltwirtschaft legt weiter zu, wodurch viele deutsche Unternehmen eine weitere Belebung der Geschäfte verzeichnen. Auch die US-Dollar-Schwäche dürfte die hiesigen Unternehmen vor keine allzu großen Probleme gestellt haben, da die US-Dollar-Abwertung im Allgemeinen ein Zeichen für ein gesundes konjunkturelles Umfeld ist. Dies dürfte der exportorientierten deutschen Volkswirtschaft tendenziell zu Gute kommen, trotz des starken Außenwerts des Euros.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die Verfügbarkeit neuer Unternehmenszahlen lohnt sich ein Blick auf unser Bewertungsmodell für DAX und S&P 500, das auf dem Durchschnitt einiger Fundamentalindikatoren (z.B. KGV und KBV) basiert. Es zeigt sich, dass die jüngsten Turbulenzen an den Märkten dazu führten, dass insbesondere der deutsche Leitindex DAX wieder in den Bereich einer fairen Bewertung zurückgefunden hat. Das amerikanische Pendant, der S&P 500, zeigt dagegen weiterhin einer über das Normalniveau hinausgehende Bewertung an. Die Grafik bildet allerdings nur Index-spezifische Fundamentalwerte ab. Externe Einflussfaktoren wie das Zinsniveau oder der Wechselkurs werden dagegen im Modell nicht berücksichtigt.

 


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