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Aktien weekly: DAX verarbeitet Jamaika-Aus. „Black Friday“ könnte US-Börsen weiter euphorisieren

HSH NORDBANK
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Der deutsche Leitindex hat eine politisch turbulente Berichtswoche ohne nennenswerte Kursverluste abgeschlossen und notiert weiter in der Nähe der 13.000 Punkte-Marke. Das Ende der Sondierungsgespräche in Berlin fassten die Anleger sehr unterschiedlich auf. Am Ende der Woche wirkte sich zudem der stärkere Euro aus. Die US-Indizes konnten ihre Allzeithöhen indes ausbauen und schielen bereits in Richtung neuer Rekordmarken.

Das Jamaika-Aus quittierten die Anleger an der Frankfurter Börse am Montag zunächst mit Verkäufen. Die möglichen Szenarien Neuwahlen oder Minderheitsregierung lösten keine Begeisterungsströme bei den Marktteilnehmern aus, präferieren diese doch eindeutig stabile politische Verhältnisse. Im Laufe der Woche drang an der Börse jedoch die Erkenntnis durch, dass mit dem Aus von Jamaika auch massive Belastungen für die deutsche Industrie vorerst vom Tisch sind. Unter anderem diskutierten die Sondierer etwaige Fahrverbote in Innenstädten, das Aus für den Dieselmotor, ein noch stärkerer Ausbau der Erneuerbaren Energien, das Ende der Kohleverstromung sowie weitere dirigistische Politikelemente. Keine Musik in den Ohren der deutschen Automobilindustrie oder der konventionellen Energieerzeuger. Wenig überraschend, dass sich diese Branchen zu den vorübergehenden Wochengewinnern im DAX entpuppten. Auch im MDAX waren die Sektoren Automotive sowie Grundstoffe gefragt, während die Anleger Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien den Rücken kehrten. Folglich erhöhte sich der DAX zu Wochenmitte nach starken Kurssprüngen der Autobauer und konventionellen Versorger auf 13.200 Punkte. Gewinnmitnahmen sorgten jedoch am Mittwoch für eine Rückkehr zur 13.000er Marke. Zusätzlich hielt der starke Eurokurs die internationalen Anleger vom Parkett. Fundamental könnte der DAX jedoch zu einer Jahresendrallye ansetzen, denn das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich am Mittwoch (22.11.) auf ein 17-Jahreshoch erhöht.

Das positive Aktien-Sentiment scheint in den USA unumkehrbar. Am Dienstag notiert der Dow Jones erstmalig über 23.600 Punkten, der NASDAQ folgte mit einem neuen Allzeithoch bei 6.389 Zählern. Auch der breiter gefasste S&P 500 steht kurz vor der Marke von 2.600 Punkten. Während am heutigen Donnerstag feiertagsbedingt keine neuen Höhen zu erwarten sind (Thanksgiving), bleibt die Stimmung an den US-Börsen weiter euphorisch. Für zusätzlichen Schwung könnte der Einzelhandel sorgen, der morgen zum „Black Friday“ mit vielen Preisnachlässen lockt und traditionell das Vorweihnachtsgeschäft einläutet. Schätzungen zufolge machen US-Retailer im vierten Quartal gut ein Drittel ihres Jahresumsatzes. Die geringe Arbeitslosigkeit und schwungvolle Konjunktur könnte die US-Verbraucher in besondere Feiertagsstimmung bringen und die Börsen weiter anheizen. In jedem Fall werden die Aktien der Unternehmen wie Amazon, Walmart oder Home Depot im Fokus stehen, wenn die Umsätze am „Black Friday“ veröffentlicht werden.

 

 

 

 


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