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Aktien weekly: Seitwärtsmodus für Dax & Stoxx. Powell ebnet Weg für US Jahresendrallye. Ausblick 2019: Anhaltende Divergenz zwischen USA und Europa.

HSH NORDBANK
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Am gestrigen Mittwoch lauschten die Aktienmärkte gespannt den Worten von Jerome Powell. Dessen konzilianten Statements schloss sich eine regelrechte Rallye an den US-Börsen an (u.a. Dow Jones + 2,5%, S&P 500 +2,3%). Die Fed-Zinspolitik ist spätestens seit dem Aktienkurseinbruch im Oktober als Achillesverse der Aktienmärkte zu identifizieren. In der Endphase des Konjunkturzyklus nimmt das Timing der Zinsschritte eine wichtige Rolle ein. Die bereits vielfach ausgereizte Corporate-Verschuldung in den USA (s. Unternehmensanleihen) würde durch das vormals anvisierte Zinserhöhungstempo noch bedrohlichere Bewertungsstände erhalten. Drei Zinsschritte in 2019 sind allerdings nach gegenwärtigem Stand unser Base-Case. Zudem ist auch von Seiten der Profitabilität die Unterstützung endlich. Mit dem Einlenken Powells ist der Weg für eine Jahresendrallye an den US Börsen frei. Die seit Oktober arg gescholtenen US Tech-Giganten konnten unmittelbar nach Powell einigen Boden wieder gut machen. Sollte der G20-Gipfel keine besonders unangenehmen Überraschungen offenbaren (Stichwort: Handelskrieg), könnte die gestrige Marktreaktion Auftakt für eine breit angelegte Erholungsrallye in Richtung der September-Höchststände sein (S&P 500: 2940,91).

Die Divergenz zwischen den europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkten könnte sich also fortsetzen, da vor allem auf europäischer Seite zahlreiche Stolpersteine warten. Diese umfassen (1) politische Baustellen wie das Risiko eines No-Deal-Brexit und das Italien-Budget, (2) eine sich abzeichnende schleppende Konjunkturentwicklung in 2019 sowie (3) etwaige Gewinnrevisionen und -warnungen in den Major-Indices. Besonders letztere dürften Dax, Stoxx & Co. im ersten Quartal 2019 noch im Magen liegen. Zum einen könnten manche Konzernlenker die Erhöhung der Dividendenauszahlung aussetzen. Zum anderen sollte auch eine Korrektur der teilweise ambitionierten Gewinnschätzungen erfolgen. In der Summe dürften die noch hohen Bewertungsstände sowohl kursseitig als auch von Seiten der Ertragskomponenten unter Druck kommen. Allerdings gibt es auch Argumente für einen Einstieg in europäische Indices. In der Fundamentalbewertung tendiert der Dax weiter in Richtung Unterbewertung und bleibt basierend auf den gängigsten Fundamentalfaktoren der günstigste Index. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass der Index die Normalbewertungszone im weiteren Verlauf des Jahres verlässt und die Marktteilnehmer genau auf dieses Kaufsignal warten.


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