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Aktien weekly: Verbesserte Risikostimmung. DAX auf Kurs 11.500, S&P oberhalb von 2.700. Update Q3-Berichtssaison: Gemischte Gefühle.

HSH NORDBANK
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Der Oktober ist seinem Ruf als volatiler Börsenmonat in diesem Jahr einmal mehr als gerecht geworden. Die globalen Leitindizes gingen mit teilweise deutlichen Kursverlusten in das Jahresabschlussquartal, konnten allerdings in den zurückliegenden Tagen wieder Boden gut machen. Die Bullen nutzten die Kurskorrektur bereits für den Einstieg und halfen DAX & Co. wieder auf die Sprünge. Auf Wochensicht zogen DAX (+1,5 %), Euro Stoxx (+1,8 %) und S&P 500 (1,8 %) entsprechend an. Doch liefern die Fundamentalbewertungen und die Marktstimmung bereits ausreichend Gründe für einen Wiedereinstieg?

Nach den Oktober-Kursrückgängen bietet sich ein Blick auf die gängigsten Kennziffern der Indizes an. Basierend auf unserem Fundamentalindikator ist festzustellen, dass der Euro Stoxx 50 die Überbewertungszone verlassen hat und mittlerweile als fair bewertet wird (s. Grafik rechts unten). Der DAX verbilligt sich weiter, hat allerdings noch nicht die Unterbewertungszone erreicht. Hierfür müsste der Index ein Niveau von ungefähr 10.500 Indexpunkten erreichen. Der S&P 500 bleibt oberhalb seines fairen Bewertungsniveaus.

Neben den fundamentalen Faktoren spielen im Kapitalmarktumfeld natürlich auch marktpsychologische Aspekte eine Rolle. Deutliche Kursrückgänge können den Pessimismus unter den Anlegern verstärken und Nahrung für eine umfassendere Korrektur liefern oder sogar einen Bärenmarkt initiieren. Allerdings geben wichtige Stimmungsindikatoren noch keinen Anlass für ein solches Szenario. Die DAX-Volatilitäten haben im Oktober kein beängstigendes Niveau erreicht und blieben deutlich unter ihren Werten aus dem Februar (letzte Korrekturphase) oder dem letzten DAX-Bärenmarkt 2016. Von einem kurzfristigen Einstieg würden wir allerdings vorerst abraten, da mit den US-Zwischenwahlen ein politisches Ereignis mit unklarem Ausgang die Volatilitäten in den nächsten Tagen wieder ansteigen lassen kann.

Im Hinblick auf die Umsatz- und Gewinnentwicklungen im dritten Quartal wird das vorherrschende Bild in diesem Jahr weiter bestätigt. Nachdem bereits mehr als 50 % der Unternehmen im S&P 500 ihre Q3-Berichte vorgelegt haben, bleibt Corporate America bei Umsätzen (Aggregate Surprise +1 %) sowie Gewinnen (Aggregate Surprise +6 %) weiter auf Expansionskurs. Die nur noch verhaltene Steigerung der Umsätze spricht allerdings für ein baldiges Ende der Wachstumsstory. Gemischte Signale nehmen wir weiter aus Europa auf. Hier stagnierten die Q3-Umsätze im Euro Stoxx 50 geringfügig (aggregiert rund -0,5 %), während die Gewinne unverändert blieben. Für eine umfassende Jahresendrallye geben die Bilanzdaten bislang wenig Anlass.

 

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