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Aktien Wien Schluss: ATX beendet Berg- und Talfahrtswoche höher

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Freitag mit Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg 0,91 Prozent auf 2386,29 Punkte. Der ATX beendete die Berg- und Talfahrt in der abgelaufenen Handelswoche schlussendlich im Plus, wie die meisten seiner europäischen Pendants. Getragen wird die zuletzt positive Stimmung laut Analysten von der wachsenden Markterwartung, dass die US-Zinswende bis 2016 aufgeschoben ist und die geldpolitische Lockerheit in der Eurozone ob dahinsiechender Preisentwicklung von der EZB noch einmal verstärkt wird.

Dass es um die Teuerung in der Währungsunion trotz der EZB-Geldschwemme momentan schlecht bestellt ist, wurde heute durch die endgültigen September-Inflationsdaten belegt. Erstmals seit einem halben Jahr fielen die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent. Die sogenannte Kerninflationsrate - bereinigt um schwankungsanfällige Güter wie Energie und Nahrungsmittel - stieg jedoch um 0,9 Prozent.

Keine klaren Impulse verliehen im Späthandel Konjunkturzahlen aus den USA, die durchwachsen ausfielen. Zwar war die US-Industrieproduktion ist im September wie erwartet zum zweiten Mal in Folge gesunken, jedoch hat sich das Verbrauchervertrauen im Oktober überraschend klar aufgehellt.

Wenig klüger wurden die Investoren durch die uneinheitlichen Zahlenveröffentlichungen bezüglich des Zeitpunkts der US-Zinswende, konstatiert ein Analyst der ING Bank. Wirklich relevant werde, ob sie sich positiv in den Arbeitsmarktdaten der kommenden Monate niederschlagen werden, führt er weiter aus.

An der Wiener Börse wurden die Aktien von Porr von einer Kaufempfehlung durch die Raiffeisen-Analysten beflügelt und legten um 6,69 Prozent auf 25,50 Euro zu. Begründet wird das "Buy" mit dem mehr als 20-prozentigen Kursverfall der Aktie nach ihrem Allzeithoch im Juni. Nach Ansicht der RCB haben die Porr-Papiere nun einen "unwiderstehlichen Level" erreicht. Ihr Kursziel haben sie von 31,5 auf 30,5 Euro gesenkt.

Auch für die OMV-Papiere endete die Handelswoche versöhnlich, sie verteuerten sich um 2,17 Prozent. Der Öl- und Gaskonzern wird am kommenden Montag sein Trading Statement zum dritten Quartal veröffentlichen. Die Titel des Branchengenossen Schoeller-Bleckmann litten hingegen mit dem Auf und Ab des Ölpreises und verbilligten sich nach Verlaufsgewinnen von über 2 Prozent noch um 2,18 Prozent.

Vorfreude wurde der Aktie der Telekom Austria zuteil, die um 1,66 Prozent zulegte. Am kommenden Montag wird der Telekomkonzern seine Ergebnisse für das dritte Jahresviertel publizieren, im APA-Konsensus erwarten Analysten wegen des schwachen CEE-Geschäfts um 9 Prozent weniger Nettogewinn./emu/APA/stb

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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