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Alles krypto, oder was?

Der onvista-Börsenfuchs
Alles krypto, oder was?

Hallo allerseits! Ob 18.000, 20.000 oder vielleicht demnächst auch 100.000 Dollar - die total irre Entwicklung bei Bitcoin und anderen kryptischen Währungen raubt mir nicht den Schlaf. Tiefere Falten kriegt meine Stirn, wenn ich den Bitcoin-Hype mit all seinen Gefahren im Zusammenhang zu sehen versuche: Wohin führt uns die Digitalisierung (nicht nur im Finanzwesen)? Kommunizieren wir bald nur noch online? Immer mehr neue Wortfetzen sind Ausdruck eines Megatrends.

Beispiel Krypto - ein Bestimmungswort in Zusammensetzungen mit der Bedeutung „verborgen, versteckt, geheim“. Beispiel Cyber - als Erstglied zusammengesetzter Substantive; drückt aus, dass „das mit dem Zweitglied Bezeichnete auf computergesteuerte Prozesse und durch diese generierte virtuelle Welten bezogen bzw. auf solche zurückzuführen ist“ (= Erklärung im Internet). Die Sprache verändert sich. Bitcoin und Blockchain signalisieren dabei, dass immer mehr Menschen kaum noch nachkommen, das Neue gleich zu kapieren.

Auf anderen Gebieten mag das einfacher sein. So gibt es schon Gesundheitsportale im Internet. Da bemühen sich Experten, medizinische Informationen laienverständlich aufzubereiten. Werbeaussage: „So machen wir Sie zu einem mündigen Gesprächspartner im Dialog mit Ihrem Arzt oder Kostenträger.“ Schon werden Tele-Kliniken gebaut: Sie liefern die Erstbehandlung per Telefon oder Internet. Wer sich frühmorgens krank fühlt, muss sich dann nicht mehr ins Wartezimmer schleppen, sondern kann zum Telefonhörer greifen oder auf die Smartphone-App klicken, um sich auf Kosten der Krankenkasse aus der Ferne untersuchen zu lassen -, ohne dass sich Patient und Arzt zuvor jemals gesehen haben müssen. Ist das wirklich die Zukunft? Es geht noch weiter, denn das Internet kann süchtig machen. Wer unter einer Internetsucht leidet und allein keinen Ausweg findet, der kann eine Therapie und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Je nachdem, wie das persönliche Umfeld des Betroffenen strukturiert ist und wie schwerwiegend die Internetsucht ist, ist dann eine ambulante oder eine stationäre Therapie sinnvoll, empfiehlt eine führende Krankenkasse.

Zurück zum Geld. Bei diesem Thema spielt die Kommunikation traditionell (k)eine besondere Rolle - wie man’s nimmt. Ihr kennt ja den alten Spruch „Über Geld spricht man nicht, man hat es“. Gerade die Deutschen halten sich auch daran. Sie reden nicht über ihr Einkommen oder den Preis des neuen Eigenheims. Laut Umfragen wird nirgendwo sonst auf der Welt so wenig über Geld gesprochen wie bei uns. Deshalb wird hierzulande auch so viel falsch gespart statt sinnvoll investiert (Beispiel: Abneigung gegen Aktien). Bitcoin und Blockchain tragen dazu bei, dass alles noch „kryptischer“ wird - Geld wird unmenschlicher.

Nee, das gefällt mir wirklich nicht. Ich erinnere an Karl Jaspers (1883 bis 1969), der gesagt hat: „Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen.“

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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