Allianz: Zahlen kommen gut an ++ RWE: Wintereinbruch in Texas belastet Bilanz ++ Walt Disney: Streamingdienst erhöht Angebot und Preis

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Allianz: Zahlen kommen gut an ++ RWE: Wintereinbruch in Texas belastet Bilanz ++ Walt Disney: Streamingdienst erhöht Angebot und Preis

Nach dem Ausstieg unter Ex-Präsident Donald Trump sind die USA nun wieder offiziell Teil des Pariser Klimaabkommens. Mit Tagesanbruch am Freitag an der US-Ostküste vollzogen die Vereinigten Staaten nach Angaben der UN die Rückkehr in den historischen Vertrag von 2015. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte den Schritt der USA am Donnerstag als „Schlüsselmoment“ auf dem Schritt zu einem nachhaltigeren Klimaschutz bezeichnet. Auch würdigte er bereits die von der Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden durchgeführten Stärkungen der US-Klimapolitik, zu denen auch das Zurückdrehen einiger Schritte der Trump-Regierung gehört.

Biden hatte die Rückkehr zum Klimaabkommen als eine seiner drängendsten Aufgaben direkt an seinem ersten Arbeitstag am 20. Januar eingeleitet – am Freitag war eine 30-tägige Frist abgelaufen, die den Wiedereintritt abschließt. Die USA waren unter Trump Anfang November offiziell aus dem UN-Abkommen zur Begrenzung des Klimawandels ausgeschieden. Die Vereinigten Staaten haben weltweit den zweithöchsten Treibhausgas-Ausstoß nach China, bei deutlich weniger Einwohnern.

Biden will Amerika eigenen Aussagen zufolge zu einer führenden Nation beim Kampf gegen die Erderwärmung machen. Dafür machte er mit dem früheren US-Außenminister John Kerry ein politisches Schwergewicht zum Klima-Sonderbeauftragten des Weißen Hauses. Kerry und Guterres sollen am Freitag bei einer Veranstaltung zum Wiedereintritt der USA in den Vertrag teilnehmen. Ziel der Vereinbarung von Paris ist es, den Klimawandel auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Bisher reichen die Pläne der Staaten für das Einsparen von Treibhausgasen jedoch längst nicht aus, um das zu schaffen.

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Erzeugerpreise steigen weiter

In Deutschland sind die Preise auf Herstellerebene zu Beginn des Jahres weiter gestiegen. Die Erzeugerpreise seien im Januar zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten hatten nur einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Damit lag die Jahresrate den zweiten Monat in Folge im positiven Bereich, nachdem die Erzeugerpreise zuvor im Jahresvergleich seit Anfang 2020 kontinuierlich gefallen waren.

Im Monatsvergleich meldete das Bundesamt einen Preisanstieg um 1,4 Prozent. Auch hier wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Ausschlaggebend für den Preisanstieg seien vor allem höhere Kosten für Strom gewesen, teilten die Statistiker mit. Im Jahresvergleich seien die Preise für Strom im Januar um 5,1 Prozent gestiegen. Mineralölerzeugnisse waren hingegen günstiger als ein Jahr zuvor. Die Erzeugerpreise fließen zeitlich verzögert in die Verbraucherpreise ein, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet.

Dax: Leitindex versucht Gegenbewegung

Nach einem bisher recht schwachen Wochenverlauf hat der Dax am Freitag zunächst etwas zugelegt. Kurz nach dem Xetra-Start rückte der Leitindex um 0,18 Prozent auf 13.911,65 Punkte vor.

Damit steht er aber deutlich unter seinem in der vergangenen Woche erreichten Rekord bei 14.169 Punkten. In der laufenden Woche ging es bislang um rund ein Prozent abwärts. Es fehle der Schwung, um über die 14.000er-Marke zurückzukehren, konstatierten die Experten der Helaba. Hauptthema bleibt der Renditeanstieg an den Anleihenmärkten.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann am Freitag 0,30 Prozent auf 32.324,89 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,2 Prozent hoch. Im Blick stehen am Vormittag Stimmungsdaten aus der Industrie und dem Service-Sektor der Eurozone.

Allianz: Besser als gedacht

Der Versicherungskonzern Allianz ist mit einem überraschend geringen Gewinnrückgang durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Das operative Ergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 10,75 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn ging um 14 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro zurück. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet. Die Aktionäre sollen wie für 2019 eine Dividende von 9,60 Euro je Aktie erhalten.

Für das neue Jahr stellte Konzernchef Oliver Bäte einen operativen Gewinn zwischen 11 und 13 Milliarden Euro in Aussicht. Damit fällt die Spanne der Prognose doppelt so groß aus wie in den vergangenen Jahren. Sein ursprüngliches Gewinnziel für 2020 hatte der Vorstand wegen der Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr zurückgezogen.

RWE: Wetter in Texas drückt Prognose

Die aktuell extremen Wetterbedingungen im US-Bundesstaat Texas haben nun auch Auswirkungen auf den deutschen Energiekonzern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Segments Onshore Wind/Solar werde im laufenden Jahr dadurch um einen niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Essen mit.

Hintergrund seien durch das Wetter bedingte Ausfälle von Windkraftanlagen und hohe Strompreise. Aufgrund staatlicher Maßnahmen muss RWE der Mitteilung zufolge derzeit „zu außergewöhnlich hohen Preisen“ Strommengen kaufen. Eine abschließende Bewertung der tatsächlichen Auswirkungen sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Ein schwerer Wintereinbruch plagt derzeit Teile der USA und hat zu massenhaften Stromausfällen geführt. Am schwersten betroffen ist der Bundesstaat Texas im Süden des Landes. In den vergangenen Tagen waren in Texas mehrere Millionen Menschen ohne Strom. Die „Washington Post“ berichtete, dass in mehreren Städten in Texas auch die Wasserversorgung unterbrochen war.

Kurz & knapp:

Walt Disney: Der hauseigene Streamingdienst erhält einen weiteren Programmbereich. Er heißt Star und erweitert ab dem 23. Februar das bislang aus Cartoons, Naturdokus, Kinderfilmen, Star Wars und Superheldenverfilmungen bestehende Programm um Spielfilme, Serien und Dokumentationen. Die zum Start rund 270 Produktionen stammen von Disney-Studios wie 20th Television, Searchlight Pictures oder Touchstone Pictures. Die Filme aus den vergangenen Jahren wie „Air Force One“, „Pretty Woman“ oder „Good Morning Vietnam“ richten sich an ein älteres Publikum als das bisherige Programm. Die neuen Inhalte sind erstmals auch mit Altersfreigaben ab 16 und 18 Jahren versehen. Eltern können Star mit einer Kinderschutz-Pin vor zu jungen Zuschauern schützen. Im Programm sind außerdem Eigenproduktionen wie „Solar Opposite“ über eine Außerirdischen-Familie in den USA, das übernatürliche Drama „Hellstrom“ über die Kinder eines mysteriösen Serienkillers oder die Coming-of-Age-Serie „Love, Victor“. Im vierten Original „Big Sky“ gehen drei Detektive auf die Spur verschwundener junger Frauen.

Renault: Der französische Autobauer hat im vergangenen Jahr vor allem wegen tiefroter Zahlen beim japanischen Partner Nissan einen Rekordverlust von acht Milliarden Euro eingefahren. 2019 hatte es noch einen vergleichsweise kleinen Verlust von 141 Millionen Euro gegeben, wie Renault am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte. Der Konzernumsatz sank 2020 um 21,7 Prozent auf 43,47 Milliarden Euro. Der Hersteller steckt seit längerer Zeit in der Krise und wurde zudem von den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie getroffen. Renault hatte bereits den Abbau von weltweit 15 000 Stellen und Kosteneinsparungen von rund drei Milliarden Euro angekündigt. Der Autobauer habe vier Milliarden Euro einer staatlich garantierten Kreditlinie von bis zu fünf Milliarden Euro in Anspruch genommen, hieß es aus dem Unternehmen. Renault ist mit 43,4 Prozent an Nissan beteiligt.

Daimler: Die Commerzbank hat das Kursziel für Daimler nach Zahlen zum Schlussquartal 2020 von 78 auf 79 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Autobauer habe dank einer beeindruckenden Kostendisziplin die hohen Erwartungen erfüllt und einen ermutigenden Ausblick auf das laufende Jahr gegeben, schrieb Analyst Demian Flowers in einer am Donnerstagabend vorliegenden Studie. Er hob seine Schätzungen moderat an.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: multitel / shutterstock

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