Altmaier: Personalentscheidungen in CDU nicht überstürzen

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat seine Partei vor überhasteten Personalentscheidungen nach dem angekündigten Rückzug von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer gewarnt. Es sollte jetzt eine "gewisse Denkpause" geben, sagte Altmaier am Sonntag im Deutschlandfunk. Altmaier betonte zugleich, er könne nur davor warnen, in den nächsten Monaten vor allem über Personalfragen zu streiten. Die SPD habe Vorsitzende am Fließband zerschlissen und stehe heute auf einer Stufe mit kleineren Parteien. Dieses Schicksal würde er der CDU gern ersparen, sagte der Wirtschaftsminister.

Altmaier warnte auch davor, Sachfragen in den Hintergrund zu drängen. Dies komme nur Parteien am linken und rechten Rand zugute. In den kommenden Tagen werde es unter Moderation von Kramp-Karrenbauer Gespräche mit potenziellen Kandidaten für den Parteivorsitz, aber auch mit anderen CDU-Spitzenpolitikern geben. Er wünsche sich, dass diese Gespräche nicht öffentlich geführt werden. Wichtig sei, den Zeitplan zur Bestimmung von Parteivorsitz und Kanzlerkandidat zu klären, letzteres zusammen mit der CSU. Altmaier gab zugleich zu bedenken, dass die Menschen wollten, dass Wahlkampfsituationen auf die Wochen und Monate vor der Wahl beschränkt blieben.

Der Wirtschaftsminister warb dafür, dass die Koalition bis zur nächsten Bundestagswahl hält. 2017 sei man mit dem Anspruch angetreten, vier Jahre lang das Land zu gestalten. Dafür gebe es einen Regierungsauftrag.

Seine Partei sieht Altmaier in einer "ernsten Situation". Es gehe darum, ob die Union imstande sei, dauerhaft mehr als 30 Prozent der Wähler an sich zu binden. Das halte er für möglich. Das verlange aber Disziplin aller Beteiligten und die Bereitschaft, persönliche Ambitionen zurückzustellen./shy/DP/nas

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