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ANALYSE: Die fetten Jahre sind vorbei - HSBC stuft Ado und Deutsche Wohnen ab

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - "Enteignung ist die halbe Miete", lautet das Motto der Berliner Befürworter einer Verstaatlichung der Wohnungen von Großinvestoren. Die Forderungen haben nicht nur die Politik erreicht, sondern mittlerweile auch die Analyse-Abteilungen der Banken alarmiert. Die Analysten von HSBC haben in einer Studie zur Wohnimmobilienbranche Ado Properties und Deutsche Wohnen , die beide stark in der Hauptstadt vertreten sind, von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Auch bei den Kurszielen sind Thomas Martin und Kollegen vorsichtiger geworden: Für Ado nennen sie nur noch 54 nach 60 Euro, für Deutsche Wohnen 46,50 nach 50 Euro.

Die HSBC-Analysten rechnen zwar nicht damit, dass die Forderungen nach Enteignung der Wohnimmobilienkonzerne Realität werden. Ganz ohne Folgen dürften sie aber nicht bleiben. Maßnahmen gegen steigende Mieten seien weitgehend verpufft und in den großen Städten gehe es weiter steil aufwärts. Die Analysten halten es daher für möglich, dass die bestehende Regulierung verschärft wird. Sollte sich der Vorschlag von SPD und Grünen nach einer entschiedenen Deckelung der Mieten durchsetzen, bedeute das ein kräftiges Abwärtsrisiko.

Negativ gestimmt für die Branche sind die Experten aber nicht. Sie rechnen in diesem Jahr nach dem ungewöhnlich starken Vorjahr nur mit einer Normalisierung. Angesichts von 19 Prozent Abschlag auf die Nettovermögenwerte der deutschen Wohnimmobilienunternehmen gebe es noch Luft nach oben. Das spiegelt sich auch in den Einstufungen wider. Von Ado und Deutsche Wohnen abgesehen, stufen sie die restlichen Aktien aus dem Sektor als Kauf ein. Wobei Adler Real Estate als Turnaround-Hoffnung und Vonovia wegen der breiten Aufstellung ihre Favoriten sind./mf/edh/jha/

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