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Angst essen Vermögen auf

Fundresearch
Angst essen Vermögen auf

In Deutschlands Mitte nehmen die Sorgen über die Zukunftsperspektiven, das eigene Vermögen sowie den eigenen sozialen Status zu. Auf staatliche Vorsorge vertrauen die wenigsten. Das steht, einer Studie des Vermögensverwalters Flossbach von Storch zufolge, in starkem Widerspruch zum Anlageverhalten der Deutschen. Statt auf ertragreiche Anlageformen wie Aktien und Investmentfonds zu setzen, verbrennt der Mittelstand sein Vermögen, indem er es in sicheren aber unrentablen Anlageklassen parkt. Den Grund dafür macht Studienautor Markus Kleinheyer in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Sie versetzten die mittelständischen Anleger in eine  Zustand lähmender Angst.

Mittelstand setzt auf Planbarkeit

Kleinheyer zählt zur Mittelschicht, „wer über eine mittlere berufliche Qualifikation und mittleres Vermögen verfügt“. Für diese Bevölkerungsschicht sei es wichtig, das Erwerbseinkommen zur Statussicherung und zum Vermögensaufbau einzusetzen. Um den sozialen Status zu erhalten, müsse das Kapital geschickt investiert werden, so Kleinheyer. Eine riskante Kapitalanlage, bei der Totalverlust drohe, sei daher ausgeschlossen. Vielmehr verfolgten die Mittelständler eine Strategie des „vorsichtigen und fleißigen Immer-wieder-Investieren“. Wesentlich sei dabei die Planbarkeit sowie die Sicherheit der Investitionen, so der Finanzsoziologe.

Nur wenige besitzen rentable Kapitalanlagen

Aktiernbesitz Deutschland

Quelle: Flossbach von Storch Research Institut, GfK

Kleinheyer stützt seine Thesen auf eine Untersuchung des langfristigen Anlegerverhaltens, welche das Research-Institut des Kölner Assetmanagers in Kooperation mit dem GfK-Institut durchgeführt hat. Drei Viertel der Befragten gaben an, sich große Sorgen über ihre Zukunft zu machen. Mehr als sieben von zehn gaben an, sie fürchteten um ihre finanzielle Wohlfahrt im Alter. Ebenso viele vertrauten allein ihrem eigenen Vermögen als Alterssicherung.

Große Vorbehalte gegenüber Aktien

Dennoch würden die wenigsten Anlageformen wählen, die auf lange Sicht hohe Ertragsaussichten bieten, weil diese dem Bedürfnis nach Planbarkeit und beständiger Kontrolle bzw. Verfügbarkeit entgegenstünden.  Gefragt, wie sie einen Betrag von 10.000 Euro auf 10 Jahre anlegen würden, wählten 33 % Gold und 29 % das Bankkonto. In Wertpapiere wie Aktien und Anleihen wollten nur 22 % investieren. Vor allem gegenüber Aktien bestehen große Vorbehalte. So assoziierten jeweils 42 % der Befragten mit Aktien „Risiko“ oder „Spekulation“.

Die Konzentration auf das Bankkonto sei der falsche Weg, so Kleinheyer. Anleger hätten Berechnungen des Instituts zufolge über die letzten zehn Jahre eine annualisierte Inflationsrate von 3,3 % tragen müssen. Gerechnet auf 10 Jahre Investitionsdauer ergebe das (in obigem 10.000-EUR-Beispiel) einen Verlust von 2.800 Euro. Die Sorge um die eigene finanzielle Zukunft sei berechtigt, schließt der Autor, nur müssten die Mittelständler die richtigen Konsequenzen ziehen und in Anlagen mit guten Ertragsaussichten investieren.

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