Anlage nach Lebensphase: Diese Punkte solltest du unbedingt beachten!

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Anlage nach Lebensphase: Diese Punkte solltest du unbedingt beachten!
Sorglose Pensionäre Reich in den Ruhestand Vermögend in die Rente

Es ist kein Geheimnis, dass deine Anlageentscheidungen wesentlich von deiner aktuellen und geplanten Lebenssituation abhängig sind. So kann beispielsweise eine Investition in einen ETF (Exchange Traded Funds) auf den Nasdaq-100 Index langfristig gewinnbringend sein, jedoch für einen Anleger, der kurz vor der Rente steht, katastrophal enden.

Daher gehe ich anschließend darauf ein, was du im Hinblick auf deinen Anlagehorizont vor einer Investition unbedingt beachten solltest. Denn deine Geldanlage kann nur so gut sein, wie diese auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Abhängig vom Alter? Von wegen!

In vielen „Börsen-Ratgebern“ liest man häufig, dass das Portfolio dem Alter des Anlegers entsprechen sollte. Diese Aussage ist meiner Meinung nach nur bedingt richtig. Denn es kommt ausschließlich auf das Ziel der Investitionsentscheidung an. So würde ich beispielsweise einem 70-jährigen Anleger ein gänzlich unterschiedliches Portfolio empfehlen, wenn dieser für seine Enkelkinder anlegt, anstatt seine Rente aufbessern zu wollen.

Das trifft auch auf das absolute Gegenteil eines Rentners zu. Denn jungen Anlegern wird oftmals eine sehr hohe Aktienquote empfohlen, ohne darauf einzugehen, welche Ziele diese in ihrem Leben verfolgen. So könnten junge Erwachsene beispielsweise kurz davorstehen, eine Immobilie zu erwerben, sodass ihr Anlagehorizont stark verkürzt ist und eine hohe Aktienquote zu riskant wäre.

Daher sollte man bei der Strukturierung des Portfolios nicht nur auf das Alter des Anlegers abstellen, sondern eine Anlagestrategie basierend auf dessen Lebensphase und Ziele erarbeiten. Daher solltest du vor einer Investition hinterfragen, ob und wann du wieder Zugriff auf das investierte Kapital benötigst.

Welche Fondskriterien sind entscheidend?

Solltest du beispielsweise vor der Investition in einen ETF stehen, würde ich dir empfehlen, einen genauen Blick auf die Standardabweichung (Volatilität) des Fonds zu werfen. Dabei solltest du beachten, dass je kürzer dein Anlagehorizont ist, desto geringer auch die Volatilität sein sollte. Denn diese Kennzahl gibt an, wie stark die tatsächlich erzielten Renditen vom Mittelwert der Vergangenheit abweichen.

So kann zwar ein bestimmter ETF hohe Renditen in der Vergangenheit erzielt haben, jedoch aufgrund einer hohen Volatilität als riskant bezeichnet werden. Denn dadurch erhöht sich theoretisch die Wahrscheinlichkeit, dass du gerade eine negative Performance hast, wenn du auf das investierte Kapital zugreifen möchtest.

Daher gibt es meiner Meinung nach zwei Wege, wie du das Risiko eines solchen Szenarios reduzieren könntest. Entweder du reduzierst deine Aktienquote und sparst einen Teil des in der Zukunft benötigten Kapitals risikolos an. Oder du investierst bewusst in ein Portfolio, bei dem die Volatilität auf ein Mindestmaß reduziert wird.

Neben Investitionen in ausgewählte Einzelaktien könnten sich für diese Anlagestrategie auch ETFs mit einer geringen Volatilität eignen. Einer dieser ETFs könnte beispielsweise der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF sein. Das reduzierte Risiko dieses Fonds wurde bereits während des Corona-Crashs unter Beweis gestellt, sodass dieser ETF mit einer Rendite im Crashzeitraum von -29,54 % im Vergleich zu DAX (-40,47 %) und S&P 500 (-35,40 %) deutlich besser abgeschnitten hat.

Sollte dein Anlagehorizont langfristig sein, das heißt, 20 oder gar 25 Jahre betragen, wird die erwartete Rendite vermutlich entscheidender sein als die Volatilität.

Fazit

Vor einer Investition solltest du dich selbst fragen, ob und wann du das investierte Kapital wieder benötigst. Sollte dein Anlagehorizont kurzfristig sein, das heißt unter zehn Jahren liegen,  gibt es zwei Möglichkeiten wie du dein Risiko minimieren könntest. Entweder du reduzierst deine Aktienquote oder du baust dein Portfolio so auf, dass die Volatilität reduziert wird. Dies kann zum Beispiel mit Minimum Volatility ETFs oder mit ausgewählten Einzelaktien erfolgen.

Ist dein Anlagehorizont langfristiger Natur, hast du es auf jeden Fall leichter. Wenngleich zwar die Volatilität auch hier gering gehalten werden sollte, kann man etwaige Risiken leichter in Kauf nehmen, da man mögliche Kursrückschläge in einem diversifizierten Portfolio einfach aussitzen könnte.

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