Anlagenbauer Andritz verdoppelt Dividende nach Gewinnplus

Reuters

Wien (Reuters) - Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer Andritz schüttet nach einem trotz Corona-Krise starken Jahr mehr Geld an seine Aktionäre aus.

Die Anteilseigner sollen eine auf 1,0 (0,50) Euro je Aktie verdoppelte Dividende erhalten, teilte das Grazer Unternehmen am Mittwoch mit. Das entspreche einer Ausschüttungsquote von knapp unter 50 Prozent und liege damit Rahmen der gesteckten Ziele. Die Aktionäre reagierten erfreut. An der Wiener Börse stiegen Andritz-Aktien um 2,4 Prozent.

Während das Schlussquartal Einbußen bei Umsatz und Gewinn brachte, legte Andritz im Gesamtjahr zu. "Wir sind mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 sehr zufrieden", sagte Firmenchef und Hauptaktionär Wolfgang Leitner. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Andritz aufgrund des reduzierten Auftragseingangs einen etwas verringerten Umsatz. Das um Sondereffekte bereinigte Ebita soll stabil bleiben. 2020 legte das bereinigte operative Ergebnis auf 471,1 Millionen Euro zu nach 456,0 Millionen Euro im Jahr davor.

Unter dem Strich stieg der Gewinn um 65,9 Prozent auf 203,7 Millionen Euro. Auf das Ergebnis drückten Sonderaufwendungen in Höhe von 79 Millionen Euro, die im Wesentlichen auf die Restrukturierung bei der deutschen Tochter Schuler sowie auf Geschäftsanpassungen im Bereich Hydro zurückzuführen seien. Der Konzern-Auftragseingang schrumpfte im vergangenen Jahr um 16,1 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Der Rückgang begründe sich darin, dass 2019 zwei Großaufträge an Land gezogen wurden.

Die Erlöse legten um 0,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zu und erreichten damit einen Höchstwert. Vor allem im größten Geschäftsbereich, Zellstoff und Papier, wuchs Andritz dank der Abarbeitung von Großaufträgen. Der Umsatz dieser Sparte legte um 16,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu, während alle anderen Bereiche Einbußen erlitten.

Das Unternehmen baut Anlagen für die Produktion von Zellstoff und stattet Wasserkraftwerke mit Turbinen und der nötigen Elektronik aus. Die Tochter Schuler beliefert die Automobilbranche mit Pressen, auf denen Karosseriebleche sowie Teile für Elektromotoren entstehen. Die Göppinger Firma leidet unter der Schwäche der Autobranche und schreibt rote Zahlen. Es mussten rund 500 Stellen abgebaut und die Kosten massiv gesenkt werden. "Schuler hat sich gut umgestellt auf Elektromobilität. Ich bin überzeugt, dass sie in zwei, drei Jahren wieder sehr rentabel sein wird", sagte Leitner.

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