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Anleger bleiben vor Handelsabkommen USA/China in der Deckung

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Vor der Besiegelung des Handelsabkommens zwischen den USA und China haben Anleger an den europäischen Aktienmärkten am Dienstag die Füße stillgehalten.

Anleger bleiben vor Handelsabkommen USA/China in der Deckung

Auch wenn das erste Teilabkommen im Zollstreit am Mittwoch unterschrieben werden sollte, seien die Details noch unbekannt, sagte Anlagestratege Michael McCarthy vom Brokerhaus CMC. Zudem erhöhe sich auf die USA nun der Druck, angesichts der US-Präsidentschaftswahl am Jahresende bei weiteren Abkommen eine harte Linie zu verfolgen, sagte Anlageanalyst Neil Wilson vom Brokerhaus Markets.com. "Das ist ein Waffenstillstand, kein Friedensvertrag."

Der Dax notierte nach Abschlägen zum Handelsstart am Vormittag 0,1 Prozent fester bei 13.461 Punkten. Der EuroStoxx50 gab 0,1 Prozent auf 3776 Zähler nach. Aktien von Chemiefirmen verbuchten Abschläge.

USA SCHLAGEN SANFTERE TÖNE AN

Als positive Überraschung bezeichneten die Finanzmarktexperten der Commerzbank die Entscheidung der USA, China nicht länger als Währungsmanipulator einzustufen. Der Yuan stieg auf den höchsten Stand seit sechs Monaten. Experten erwarteten in dem Handelsabkommen auch eine Zusage Chinas, nicht mit Währungsabwertungen den Export anzukurbeln. Dies bedeute aber nicht, dass alle Differenzen zwischen den beiden Ländern beseitigt seien, gaben Marktteilnehmer zu bedenken. Offen bleibe zudem, was passiere, wenn die chinesische Währung erneut falle.

US-BANKEN LÄUTEN BILANZSAISON EIN

In den Fokus der Anleger rückte auch der Start der US-Bilanzsaison. Die großen US-Banken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo läuten in New York die Berichtssaison mit den Zahlen für das vierte Quartal ein. Vom Datenanbieter Refinitiv befragte Analysten erwarten für die 500 größten US-Firmen einen Gewinnrückgang um 0,6 Prozent - das wäre das zweite Quartal in Folge mit einem Minus.

Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt gehörten die Titel von Evonik, die nach einem Anteilsverkauf durch die RAG-Stiftung fast vier Prozent nachgaben. Auch die Talfahrt von Varta setzte sich fort. Zweifel an den Geschäftsaussichten ließen die Aktien des Batterie-Herstellers in den vergangenen Tagen um insgesamt rund 30 Prozent einbrechen. Das ist der stärkste Kursrutsch seit dem Börsengang 2017.

Ein Umsatzsprung katapultierte dagegen Boohoo auf ein Rekordhoch. Die Aktien des britischen Online-Modehändlers stiegen um fast fünf Prozent und waren mit 333,8 Pence so teuer wie noch nie. Angesichts des Booms im Weihnachtsgeschäft schraubte der Zalando-Rivale sein Wachstumsziel für das Geschäftsjahr 2019/2020 nach oben.

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