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Apple: Neuer Streamingdienst sorgt nicht für Euphorie bei den Anlegern!

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Apple: Neuer Streamingdienst sorgt nicht für Euphorie bei den Anlegern!

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Es ja auch kein großes Geheimnis mehr gewesen, dass der iPhone-Produzent heute die Pläne für seinen neuen Streamingdienst vorstellt. Was allerdings etwas überrascht ist die Reaktion der Anleger. Schon zu Handelsstart lag die Aktie leicht im Minus. Nachdem die Pläne dann vollständig auf dem Tisch lagen, ging das Wertpapier mit einem Minus von über 1 Prozent aus dem Handel. Hat Apple nicht den richtigen Weg eingeschlagen?

Apple TV Plus“ – „Apple Arcade“ – „Apple News Plus“

Viel neues hat Tim Cook eigentlich nicht zu präsentieren. Im Großen und Ganzen waren die Pläne bereits im Vorfeld durchgesickert. Der Technik-Riese will mit einem eigenen Video-Streamingdienst und weiteren Abo-Angeboten seine aktuelle Abhängigkeit vom iPhone-Geschäft verringern. In dem Angebot mit dem Namen „Apple TV Plus“ sollen ab Herbst im Auftrag des Konzerns gedrehte Serien und Filme exklusiv verfügbar sein. Im Herbst will Apple auch ein Spiele-Abo starten, mit dem für eine fixe monatliche Gebühr mehr als 100 kostenpflichtige Games nutzbar sein werden. Zunächst in den USA und Kanada gibt es zudem in der App „Apple News Plus“ für 9,99 Dollar im Monat Zugang zu 300 Magazinen und einigen Zeitungen.

Mit den Ankündigungen verstärkt Apple seine Bemühungen, mehr Geschäft mit Diensten zu machen. Aktuell ist das iPhone das wichtigste Produkt des Konzerns – im vergangenen Geschäftsjahr brachte es mehr als 60 Prozent der Erlöse ein. Doch zuletzt waren die Verkäufe zurückgegangen – und auf jeden Fall sind die Zeiten des rasanten Wachstum in dem Geschäft vorbei. Deshalb will Apple die rund 1,4 Milliarden Geräte in den Händen seiner Kunden als Basis nutzen.

Kein Preis aber viele Stars

Wieviel Geld für „Apple TV Plus“ ausgegeben werden muss wurde zunächst nicht genannt. Die App soll aber zum Start gleich in mehr als 100 Ländern verfügbar sein. Damit konkurriert Apple – wenn auch zunächst in kleinerem Format – mit Diensten wie Netflix oder Amazon Prime Video. Apple gewann für einzelne Projekte bekannte Filmemacher wie Steven Spielberg und J. J. Abrams sowie Hollywood- und TV-Stars wie Oprah Winfrey, Jennifer Aniston und Reese Witherspoon. Winfrey, Spielberg, Abrams, Aniston, Witherspoon und andere kamen selbst nach Cupertino, um kurz ihre Projekte vorzustellen.

Die auf Apple-Geräten bereits vorhandene TV-App wird über den neuen Dienst hinaus ausgebaut. So bekommen Nutzer die Möglichkeit, einzelne Bezahlsender direkt dort zu abonnieren und zu nutzen. In den USA sind zum Beispiel HBO, Showtime und Hulu mit dabei. International sollen Kanäle aus den jeweiligen Ländern verfügbar sein, hieß es ohne weitere Details. Die App soll zudem personalisierte Vorschläge auf Basis der bisher angesehenen Sendungen machen. Die App wird erstmals nicht nur auf Apple-Geräten, sondern auch auf Fernsehern von Samsung , LG und Sony verfügbar sein, sowie auf Streaming-Boxen von Roku und Amazons Fire TV. Zudem soll die App, die es bisher in zehn Ländern gibt, demnächst weltweit nutzbar werden.

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Zocken bis der Arzt kommt

Das Spiele-Abo mit dem Namen „Apple Arcade“ soll ebenfalls im Herbst kommen. Dabei soll es keine Werbung oder zusätzliche Gebühren geben. Zunächst gab es keine Angaben zum Abo-Preis oder den verfügbaren Spiele-Titeln. Zuvor wurde viel über die Möglichkeit spekuliert, dass Apple Bündel-Angebote für mehrere Dienste verkaufen könnte.

New York Times und Washington Post nicht dabei

Bei „Apple News Plus“ würden alle einzelnen Abos zusammengerechnet rund 8000 Dollar im Jahr kosten, erklärte Apple. Familienmitglieder können für die 9,99 Dollar pro Monat mitlesen. Eine wichtige Funktion der App könnten personalisierte Vorschläge für neue Magazin-Ausgaben und einzelne Artikel sein. Das Layout der Artikel wird speziell an die Bildschirmgröße von iPhone und iPad angepasst. Wie bereits durchsickerte die „New York Times“ und die „Washington Post“ nicht dabei – dafür aber das „Wall Street Journal“ und die „Los Angeles Times“.

Apple hatte bereits vor einiger Zeit die App „Texture“ gekauft, die Deals mit verschiedenen Magazin-Verlagen in den USA hatte. Im Herbst soll die App nach Australien und Großbritannien starten. Ob und wann der Dienst nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz kommen wird, wurde nicht gesagt.

In den USA wird es zudem eine Apple-Kreditkarte geben, die der Konzern gemeinsam mit der Bank Goldman Sachs herausgibt. Der Konzern verspricht unter anderem strikten Datenschutz: „Apple weiß nicht, was und wo sie gekauft haben, und was sie dafür bezahlten.“ Zusätzlich zur virtuellen Version der Karte in Apple-Geräten soll es auch eine physische Karte aus Titan geben, auf der neben dem Chip nur der Name des Nutzers draufsteht – keine Nummern oder Unterschrift, damit diese Daten nicht gestohlen werden können. Diese Daten sind aber über die App auf dem iPhone abrufbar.

Von Markus Weingran/dpa-AFX

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Bild: Songquan Deng / Shutterstock.com

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