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Arbeitslosigkeit in Südkorea nach Mindestlohnanhebung auf 9-Jahres-Hoch

Reuters

Sejong (Reuters) - Die Arbeitslosenquote in Südkorea ist nach einer erneuten kräftigen Anhebung des Mindestlohns auf den höchsten Stand seit neun Jahren gestiegen.

Sie kletterte im Januar auf den um saisonale Einflüsse bereinigten Wert von 4,4 Prozent nach 3,8 Prozent im Dezember, wie das Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Eine höhere Arbeitslosigkeit gab es zuletzt Anfang 2010, als wegen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise viele Beschäftigte ihren Job verloren. Experten führen die Entwicklung weniger auf den Handelskonflikt mit den USA als vielmehr auf die kräftige Erhöhung des Mindestlohns in der viertgrößten asiatischen Volkswirtschaft zurück. Er erhöhte sich zu Jahresbeginn um 10,9 Prozent auf 8350 Won (umgerechnet 6,57 Euro), nachdem er 2018 bereits um 16 Prozent gestiegen war.

"Die Handelsstreitigkeiten haben die Industrie bislang nicht getroffen, vielmehr hängen die jüngste Stelleneinbußen eher mit lokalen Umstrukturierungsproblemen und den Mindestlohnerhöhungen zusammen", sagte Analyst Lee Sang Jae vom Finanzhaus Eugene Investment & Securities. "Allerdings werden die Hersteller wahrscheinlich noch weniger Arbeitskräfte einstellen, sollte sich der jüngste Exportrückgang fortsetzen."

Allein die Industrie zählte im Januar 170.000 Jobs weniger als ein Jahr zuvor. In der Baubranche wurden 19.000 Stellen abgebaut, im Einzelhandel sogar 67.000. Dessen ungeachtet verkündete Finanzminister Hong Nam Ki, die Regierung werde "alles daran setzen, ihr Ziel von 150.000 neuen Arbeitsplätzen in diesem Jahr zu erreichen". Ökonomen rechnen damit, dass dies durch eine Kombination aus sinkenden Exporten, Chinas Konjunkturabkühlung und einem schwächeren Arbeitsmarkt erschwert werde.

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