„Autokonzerne auf dem Prüfstand“ (6): Toyota treibt den Gewinnmotor auf hohe Drehzahl

Börsen-Zeitung

Der japanische Autobauer Toyota hat den Geschäftseinbruch nach Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in kürzester Zeit überwunden und sich machtvoll in die Spitze der Weltautomobilindustrie zurückgemeldet. Im Geldverdienen macht Toyota so leicht niemand etwas vor. Und am zeitweise angeknacksten Qualitätsimage wurde auch gearbeitet. Toyota hat die Autobranche in diesem Jahr mit einer ganz besonderen Leistung überrascht: Der Gewinn wurde im Quartal zwischen April und Juni zum Vorjahr beinahe verdoppelt, ohne ein einziges Auto mehr zu verkaufen. Toyota steigerte den Reinertrag um 94 % auf den Rekord von 562,2 Mrd. Yen (4,3 Mrd. Euro), obwohl der Absatz um 1,6 % zurückging. Der Hauptgrund für das neue Höchst hängt damit zusammen, dass Toyota auch in Zeiten des festen Yen an der Minimumproduktion von 3 Millionen Fahrzeugen in Japan festgehalten hat. Davon wird mehr als die Hälfte exportiert, so dass sich der Wechselkurs kräftig auf das Ergebnis auswirkt. Da der Yen im Berichtszeitraum bis zu einem Viertel abgewertet hatte, sprang die Summe unter dem Strich rasant nach oben. Rund 40 % des Betriebsergebnisses von 663,3 Mrd. Yen beruhten auf einem Wechselkurseffekt. Nach einer Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer verdiente Toyota im ersten Halbjahr 2013 beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 1801 Euro pro Fahrzeug, 80 % mehr als Hyundai/Kia und dreimal so viel wie Volkswagen und General Motors. Aber die Yen-Wende erzählt nur die halbe Wahrheit über die Wiedergeburt von Toyota als Gewinnmaschine unter den Massenherstellern.
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