BaFin schaut Versicherern bei Dividenden auch 2021 auf die Finger

Reuters
BaFin schaut Versicherern bei Dividenden auch 2021 auf die Finger

München (Reuters) - Die Finanzaufsicht BaFin will den deutschen Versicherern auch in diesem Jahr bei ihren geplanten Ausschüttungen genau auf die Finger schauen. Von einem Verbot von Dividenden - wie es die EU-Aufsichtsbehörde EIOPA vor einem Jahr gefordert hatte - halte er nichts, bekräftigte der oberste Versicherungsaufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Frank Grund, am Mittwoch in Bonn laut Redetext. "Mit Laissez-faire hat das aber nichts zu tun." Die Aufsicht prüfe intensiv, ob eine Dividende für das jeweilige Unternehmen vertretbar sei. "Das bleibt auch 2021 so, wobei wir bereits sehen, dass die europäischen Versicherungskonzerne ihre Dividendenausschüttungen stabil halten wollen."

Für eine Entwarnung in der Corona-Krise sei es zu früh, warnte Grund auf einer Branchenkonferenz der BaFin. "Wir wissen nicht, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt und wie schnell sich die nationale und internationale Realwirtschaft erholt." Zudem habe die Pandemie die Niedrigzinsphase noch verfestigt, die Lebensversicherer und Pensionskassen belaste. Rund 20 der gut 80 Lebensversicherer und etwa 40 Pensionskassen stünden derzeit unter "intensivierter Aufsicht" der BaFin.

Dagegen habe sich gezeigt, dass sich die Immobilien-Investments in der Krise im Allgemeinen als "überschaubares Risiko" für die Versicherer erwiesen, sagte Grund. Auch verschlechterte Ratings von Unternehmensanleihen hätten sie in der Regel gut verkraftet. Die BaFin werde das Thema aber auch 2021 im Blick behalten.

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